Google dreht Fotografen und ihren Webseiten den Traffic ab



Mir geht es genauso wie dem Suchmaschinen-Experten Philipp Klöckner: Eigentlich möchte ich hier keinen Google-Watchblog schreiben. Doch die schlechten Nachrichten für Urheber und Verlage aus dem Hause Google folgen so schnell aufeinander, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als auch auf den neuesten Streich einzugehen: die überarbeitete Bildersuche. Google nutzt seine dominante Stellung als Suchmaschine aus, um noch eleganter bei Urhebern und Verlagen zu stehlen und die Verwertung von kreativen Leistungen damit noch weiter zu erschweren.

Niemand kann so gut erklären, warum es bei der Reform der Bildersuche geht, wie besagter Philipp Klöckner. Er ist einer der besten Suchmaschinenexperten des Landes, und er erklärt in seinem Blog besser als jeder andere, verständlich auch für Laien, was Google geändert hat und wie der Schaden für die Kreativen entsteht.

Worum also geht es? Hier der Screenshot aus der offiziellen Produktvorstellung:

Man bekommt neben der gewohnten Bildergalerie nun auch große Fotos angeboten. Das ist nett für den Nutzer. Darüber hinaus aber hat Google eine technische Änderung durchgeführt, die den Interessen der Fotografen und ihren Verlage massiv schadet. Wurde früher im Hintergrund immer die Quellseite geöffnet, was der Original-Seite einen Visit verschaffte, wird das Bild nun innerhalb einer „Webapplikation“ angezeigt, bei welcher der Benutzer Google.com nicht mehr verlässt.

Philipp Klöckner beschreibt die wichtigste Änderung so:

Die größte Neuerung ist, dass in der Suche gefundene Bilder nicht mehr vor dem Hintergrund der Ursprungseite aufgerufen werden, sondern Google lediglich das Bildmaterial selbst vom Server des Urhebers oder Publisher lädt und innerhalb einer praktischen Web-Applikation anzeigt, die den Nutzer schnell durch dutzende Bilder navigieren lässt. Gut für den Nutzer (und Google) – schlecht für den Urheber oder Verwerter der Bildinhalte.

Sein Block zeigt die verschiedenen Zielseiten im Vergleich:

In seiner öffentlichen Ankündigung des Produkts behauptet Google, die neue Bildersuche würde die Serverlast der Webseiten verringern. Dieses Argument ist jedoch zynisch. Tatsächlich nimmt sich Google einfach die Freiheit heraus, Bilder von den Webseiten Dritter ohne jede Vergütung oder Entschädigung herunter zu laden, sie bildschirmfüllend anzuzeigen und dabei so wenig Visits bei möglich bei den Original-Webseiten zu hinterlassen.

Woher nimmt sich Google das Recht, zuzugreifen und mit nichts – auch nicht mehr mit Hintergrund-Visits – zu bezahlen? Richtig geraten: Der Betreiber der Webseite hat es per Robots.txt ja nicht verboten. Und was nicht verboten ist, das ist in Googles Augen erlaubt. Auch an diesem Fall sieht man wieder: Ohne eine aussagekräftige Rechtesprache sind Urheber und Verlage der Willkür von Suchmaschinen hilflos ausgeliefert und erleiden einen Schaden.

Die Zeiten nähern sich dem Ende, in denen Google als Argument noch aufgeboten hatte, man würde den Webseiten der Urheber und Verlage doch Traffic zuleiten. Google selbst kündigt dieses Argument mehr und mehr auf. Wer Monopolist ist, braucht das Feigenblatt der Traffic-Generierung nicht mehr. Er greift einfach zu und schert sich nicht um die Kritik.

Das fällt nicht weiter schwer, da es genug Stimmen im Netz gibt, die alles in Ordnung finden, was Google so macht. Mein persönlicher Favorit der letzten Tage ist Christian Kohlschütter. In einem Kommentar in diesem Blog schrieb er, dass Google selbst dann vollständig kostenlosen Zugriff auf Snippets haben sollte, wenn überhaupt kein Traffic mehr auf die Original-Webseiten der Verlage weitergeleitet werden würde. Herr Kohlschütter kann sich gewiss sein, dass Google auch an der Vollendung dieses Projektes arbeitet.

Eindrucksvoll ist auch Stefan Niggemeier, der sich über die ausgebliebene Einladung Googles zur Leistungsschutzrecht-Anhörung beklagt, aber bisher nicht die Zeit fand, über die veränderte Bildersuche zu berichten. Stattdessen liefert er seinen Lesern Wissenswertes über das Dschungelcamp.

Damit ich nicht noch mehr in Verdacht gerate, den Segensbringer Google mit Kritik zu überziehen, hier zum Abschluss einige Zitate aus dem Blogbeitrag des unverdächtigen Phlipp Klöckner. Seinen Schlussfolgerungen ist nichts hinzuzufügen:

Besonders frech ist diese Augenwischerei, weil Google das Bildmaterial weiterhin vom Server der Ursprungseite bezieht und damit durchaus noch Ressourcen beansprucht. Lediglich der Rest der Webseite, und damit auch die Anzeigen, die normalerweise zur Finanzierung des Webangebots dienen würden, werden nicht mehr automatisch von Google angezeigt. So wird also weniger Last verursacht, das Monetarisierungspotential jedoch auch fast gänzlich vernichtet.

Und:

Google offenbart mehr und mehr, dass man in Mountain View nicht davor zurückschreckt den imaginären “Content Contract” aufzukündigen, der den Anbietern, deren Inhalte Google zur Bereitstellung seiner Ergebnisse verwertet, die Chance auf einen adäquaten Besucherstrom garantierte. Vielmehr müssen die letzten 10 Jahre von Google retrospektiv eher wie die Dekade wirken, in der Google die Informationen der Welt sammelte und den Menschen darauf trainierte, dass was bei Google oben steht auch das relevanteste ist. Nun aber beginnt die Erntezeit und Google nutzt seine Allmacht und die Unmündigkeit der Benutzer um die gesammelten Inhalte Dritter als eigenes Produkt zu verwerten, ohne diese noch maßgeblich an der Kompensation teilhaben zu lassen.

Übrigens formiert sich erste Kritik an der neuen Bildersuche. Lesenswert ist vor allem, was Martin Missfeldt darüber schreibt. Er hat eine Aktion unter dem Titel Verteidige Dein Bild gestartet.

Nachtrag:

Lesenswert ist auch der Blogeintrag der Fotografin Heike Rost, die aufzeigt, wie man sich als Fotograf gegen die neue Google Bildersuche schützen kann, zum Beispiel durch Wasserzeichen.

Sie verlinkt auch auf einen Thread im Webmaster World-Forum, wo erste Auswirkungen der Reform beschrieben werden:

“Content theft is no langer something for scrapers and ordinary thiefs. It’s the new business model.” – “I saw a 70% drop! “ – “min 30% traffic DOWN today with this new image layout” – “50% adsense earnings down today!”

Beobachtungen wie diese zeigen, dass Google mit seiner Reform bewirkt, Traffic auf seinen eigenen Seiten einzufangen und Dritte von Erlösquellen abzuschneiden.



 

51 Kommentare

 
  1. Link exchange is nothing else but it is only placing the other person’s weblog link
    on your page at appropriate place and other person will also do similar in support of you.

     
     
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  4. (Pingback)

    [...] Google Bildersuche: Urlaub für Webmaster?” (25.1.2013, Philipp Klöckner auf pip.net) “Google dreht Fotografen und ihren Webseiten den Traffic ab” (29.1.2013, Christoph Keese, Presseschauder.de) Bilddatenverschlagwortung/IPTC-NAA-Standard [...]

    Google-Bildersuche, Re-Design und Urheberrecht (01) | Image and View

    4. März 2013

     
  5. lab

    @Juliane Böckler “Faszinierend” soll wohl bedeuten, dass Sie dieses Verhalten als unangemessen betrachten. Ich frage mich, warum?

    So ganz klar ist mir noch nicht, wo der Schaden für professionelle Fotografen sein soll (dazu später) aber nehmen wir mal an, es ist so: Durch das Redesign wirkt die Bildersuche mehr wie ein Anwendung, als wie eine Trefferliste – dem würde ich absolut zustimmen. Die die Bilder einbettenden Seiten werden nicht mehr vorgeladen. Dadurch entstehen weniger “Hits” auf die Seiten der Anbieter.

    1. Wer 2013 Inhalte ins Internet stellt, muss damit rechnen, dass sie von Suchmaschinen indiziert werden. So funktionieren Suchmaschinen und anders wäre das Internet nicht benutzbar. Im übrigen indiziert Google auch nicht einfach alle Inhalte, die online stehen, sondern nur diejenigen, die angemeldet oder verlinkt sind. Das übergeordnete Interesse an einer funktionsfähigen Suchinfrastruktur überwiegt die Mühe für diejenigen, die das nicht wollen, explizit ihre Ablehnung auszudrücken. Das ist im realen Leben nicht anders: ich muss auch in vielen Fällen explizit widersprechen, wenn ich z.B. nicht will, dass meine Telefonnummer im Telefonbuch steht. In anderen Fällen kann ich das nicht einmal.

    2. Wer also mit dem neuen Layout der Google-Bildersuche (Bing macht das i.ü. schon eine Weile so, ist Herrn Keese wohl entgangen) nicht einverstanden ist, kann sehr einfach verhindern, dass Google alle Bilder oder nur bestimmte Bilder indiziert. Ich würde auch jedem Fotografen raten, statt auf freie Dienste zu setzen, eine eigene Infrastruktur zu unterhalten oder zumindest einen Bezahldienst zu nutzen. Viel problematischer als die Google-Bildersuche sind die Rechtseinräumungen diverser sozialer Netzwerke, wie Heike Rost auch schreibt. Hier würde ich jedem professionellen Fotografen abraten, seine Bilder einzustellen (oder zumindest die TOS genau zu lesen).

    3. Was geht nun den Betreibern von “Fotoseiten” verloren? Sind es zahlende Kunden, die Bilder in Auftrag geben? Oder echte Besucher der Seite, die auch Banner klicken? Oder ist es der Traffic, der durch die vorherige Umsetzung quasi automatisch erzeugt wurde, als Google die Seiten im Hintergrund geladen hat? Letzteres klingt zumindest plausibel, ersteres wohl eher nicht.

    Wer also davon abhängig ist, dass Besucher auf seiner Seite Werbung anklicken, sollte tatsächlich etwas tun, um die indizierten Inhalte so zu gestalten, dass der Nutzer dann auch wirklich den Klick zur Seite macht. Aber sind das die nach vor geschobenen Künstler?

     
     
  6. Flo

    mal ne doofe Frage: womit verdienen Fotografen, oder Leute die einfach schnell Bilder online stellen Ihr Geld?
    Haben Fotografen, bevor Google die Bilderschau geändert hat, hunderte von Euros verdient indem Leute durch Klicks Ihre Bilder gegen Bezahlung runtergeladen haben?? Wohl eher nicht.
    Man korrigiere mich, aber ich glaube dass Fotografen das meiste Geld durch Auftragsarbeit und Printverkauf verdienen, je nachdem welche Sparte sie bedienen.
    Der Bilderupload ins Netz ist ein ZUR SCHAU STELLEN der eigenen Arbeit, also vergleichbar mit einem Schaufenster in der FuZo. Wenn Google was ändert dann muss ich halt verf$$$ nochmal endlich im 21. Jhdt. ankommen, und nicht die full-res dateien hochladen, sondern halt watermarken. Das wurde schon vor Google’s Änderung allen empfohlen, nur die wenigsten machen es.

     
     
    • Stefan

      Hallo Flo,

      das Schlimme ist, diese Leute glauben dann noch ernsthaft, dass ihnen ein “Schaden” entstanden ist, wenn man die Miniaturbildansicht bei einer Linkvorschau einschaltet -> siehe die hochkreative Fotografin, die diese Masche bei Facebook nutzt, um sich finanziell zu bereichern.

      Genau deswegen muss das Internet vor solchen “Kreativen” auch geschützt werden!

       
       
  7. Volker

    Das Problem wird sich irgendwann von allein lösen. Man kann seine Webseiten ala WordPress, Joomla, TYPO3 einfach mit einer Erweiterung versehen, die einfach alle Google-Robots für die Indexierung von Bildern u.a. einfach ausschließt. Wenn google beginnt solche Sachen durchzuziehen, dann wird der Markt der Masse ganz allein darauf reagieren “müssen”.

     
     
    • Volker

      Kein Bock auf Bilderklau von Google?

      Lege im Ursprungsverzeichnis Deiner Webseite die Datei robots.txt mit dem folgenden Inhalt an:

      SCHNIPP>>

      User-agent: Googlebot
      Disallow: /*.gif$
      Disallow: /*.jpg$
      Disallow: /*.pdf$

      <<<SCHNAPP

      Der Google-Robot kann nun Deine GIF, JPG Bilder und PDF's nicht mehr in seiner Suche auffnehmen.

       
       
      • Flo

        Nein Volker, das ist zu primitiv und funktioniert nicht. Wir brauchen ein umfangreicheres Paket als robots.txt, damit wirklich alle urheberrechtlichen Eventualitäten abgedeckt sind.

        Dass diese nur für einen kleinen, aber mächtigen Teil der Contentproduzenten im Internet wichtig sind, wird natürlich verschwiegen.

         
         
  8. Edgar Hugo

    kleitos, Du kannst das drehen und wenden wie Du willst, das Wesen des Internets ist Verlinkung und es ist ein legitimer Wunsch der Akteure, Traffic auf ihre eigenen Seiten zu lenken.

    Mit dem LSR hat das erst mal gar nichts zu tun.

     
     
    • kleitos

      Aha – inwiefern hat das LSR nichts mit Traffic zu tun?

      Das wäre mir vollkommen neu.

      Natürlich geht es beim LSR um Traffic und nur darum – da braucht nichts gedreht oder gewendet zu werden.

      Wie kommen Sie auf den Zug, es verhielte sich anders?

       
       
  9. Ich finde, das mit der robots.txt und htaccess führt am Thema vorbei. Wir müssen darüber nachdenken, warum wir jetzt plötzlich etwas auf unserer Seite ändern müssen, nur, weil Google die Darstellung auf seiner Seite geändert hat.

    Mit der bisherigen Bildersuche waren die Website-Betreiber relativ glücklich. Niemand hat sich wirklich beschwert. Man war ja auch froh, wenn die Bilder dort auftauchten, denn das generierte mitunter auch Traffic. Nun wurde das so umgestellt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Traffic kaum mehr auf die Ursprungsseite gelenkt wird. Soll da tatsächlich eine Anpassung der robots.txt eine Lösung sein?

    “Wenn ihr das nicht wollt, dann sperrt doch Google ganz aus!” kann keine Antwort auf das Verhalten und die Vorgehensweise von Google sein.

    Google schreibt ja höchstselbst in seinem Product-Blog, dass mit der neuen Bildersuche die “Serverlast” auf der Seite der Anbieter gesenkt wird. Ausserdem sollen somit die Page Impressions “korrekter” werden, womit gemeint ist, dass das Aufrufen eines Bildes nicht mehr zu einer gezählten Page Impression führt. Das hat sich niemand ausgedacht oder hineininterpretiert, sondern diese Aussage stammt von Google “persönlich”!

    Womit sonst sollte man das vergleichen als mit “Pistole auf die Brust setzen”? Entweder ihr Anbieter kommt damit klar, dass die User nun bei uns bleiben und euch seltener besuchen oder ihr nehmt eure Bilder mit Hilfe von robots.txt ganz aus unserem Index und habt somit gar keinen Traffic mehr von uns zu erwarten.

    Die Lösung liegt eigentlich viel tiefer…

    Also: wenn ich ein Foto bei mir auf die Website hochlade, dann darf das erstmal niemand “verwerten”. Du nicht, Google nicht, niemand. Man darf es sich ansehen, mehr nicht. Und das ist auch gut so.

    Nun haben wir sowas wie Lizenzen. Jemand, der ein Werk erstellt hat, kann dieses mit einer Lizenz ausstatten, in der er weitergehende Nutzung neben “nur anschauen”, “nur lesen” gestatten/erlauben kann.

    Kennen wir: GPL, BSD, Creative Commons usw.

    Nur: wo bringt man diese Lizenz unter? In der robots.txt? Das wäre der falsche Ansatz. Schreibt man diesen Copyright-Vermerk unter das Bild? Liest doch keiner.

    Also die einfachste Möglichkeit – und meiner Meinung nach die Lösung aller Urheberrechtsprobleme – wäre die Unterbringung solcher Informationen in den Meta-Daten des Dateiformats. Als Beispiel: extra Felder in EXIF:

    Creator (Urheber): Andreas Roedl
    License: CC-NC-SA

    Wird das einer lesen? Nope, aber darum geht es nicht. Die Software, mit der man den Content shared, soll das auswerten, wie auch die Suchmaschinen.

    Problem: niemand denkt daran, diese Felder auszufüllen. Lösung: das muss bereits beim Erstellen des Contents geschehen! Also zum Beispiel könnte man die Camera-App von Android um ein Setting erweitern, das dann alle Bilder mit der Lizenz bestückt, so wie man einstellen kann, ob GPS-Koordinaten hineingeschrieben werden.

    So könnte zum Beispiel das Instant-Upload von Google+ dies beachten und nur Bilder hochladen, die mit einer “freien” Lizenz ausgestattet sind.

    robots.txt ist an der Oberfläche des Problems kratzen. Lizenz-Infos innerhalb der Meta-Daten der Dateiformate ist die Lösung an der richtigen Stelle: so weit unten wie möglich.

    Vorteil: es wird dadurch mehr freien Content geben und nicht weniger. Es wird den Urhebern mit meiner Lösung einfacher gemacht, ihren Content freizugeben. Man (die Camera App, z. B.) denkt dann daran, seine Werke mit einer Lizenz (Erlaubnis) auszustatten. Alle würden dabei gewinnen: der Urheber, der Verwerter (Google und Co.) und die Konsumenten, denn sie wüssten, woran sie sind.

    Wird es Menschen geben, die das umgehen? Klar! Leute, die diese Lizenz-Infos umschreiben. Aber dann könnte man sie als das bezeichnen, was sie sind: Arschlöcher. ;) 

    Ein weiterer Vorteil: Abgleich mit AGBs. Also wenn ich ein Foto gemacht habe, das mit einer (CC-)Lizenz ausgestattet habe, dann kann ich das bei Instagram hochladen und alles ist in Ordnung. Befindet sich keine Lizenzangabe in den Meta-Daten, wird Instagram nachfragen müssen, ob ich eine Lizenz erteilen will und ob ich überhaupt der Urheber bin.

    Wieder ein Gewinn auf beiden Seiten: der Uploader wird aufmerksam gemcht, dass eine Lizenz fehlt und Instagram ist auf einer sichereren Seite. Danach darf dann aber nicht mehr gemeckert werden, wenn Instagram die Bilder auf eine Weise verwertet, wie es die Lizenz besagt. Alle Bilder ohne Lizenz dürfen von Instagram nicht verwertet werden. Das nennt man Rechtssicherheit auf beiden Seiten.

    Sharing-Apps (also zum Beispiel das, was uns Android bietet), könnten mit Informationen ausgestattet werden, die solche Abgleiche vereinfachen. Es könnte wissen, dass sich zum Beispiel CC-ND-SA mit Flickr verträgt, aber nicht mit Facebook. Nur mal als Beispiel.

    Ausserdem: ich kann in der Bilder-Suche von Google nach Auflösung filtern, ja sogar nach ähnlichen Bildern, aber nicht zum Beispiel nach “Bilder von Bäumen, die mit einer CC-Lizenz ausgestattet sind, damit ich sie in meinem Remix nutzen kann”. Woran liegt das?

    Wie cool wäre es, einen Google-Filter zu haben um alles an CC-Musik finden zu können? Geht halt schwer, wenn das nicht im MP3 drin steht…

    Wie schön einfach und bequem das alles sein könnte. Kein Rätselraten mehr.

     
     
    • Und wenn dann noch die EXIF-Daten schützbar wären (z.B. durch den Urheber der Datei), wäre das ein großer Schritt zur Lösung einiger leidiger Probleme. (Siehe automatisches Untaggen und Löschen der EXIF-Daten bei Download, z.B. aus Facebook).

      Liebe Fachleute der IT-Branche, die Ihr immer so wunderbar genau diese Kennzeichnung von Urhebern einfordert: Warum baut Ihr dann nicht mal Entsprechendes zusammen, wenn Ihr so schlau seid?
      ;)

       
       
      • Ein weiterer Nebeneffekt: Software- und Web-Entwickler wären dann mal wieder mit einer ordentlichen Aufgabe beschäftigt und nicht mit der zehntausendsten Reimplementierung eines Online-Shops, eines CMS oder öder Smartphone-Apps.

        Was EXIF anbelangt, gibt es ja schon sowas:

        http://de.wikipedia.org/wiki/IPTC-NAA-Standard

        Nur müsste das ordentlich von Sharing-Apps, den Suchmaschinen und Web-Applikation ausgewertet und beachtet werden. Was hier konkret noch fehlt, ist neben dem Copyright-Feld ein License-Feld.

        Solche Erweiterungen der Dateiformate würde uns allen helfen. Dazu gehört zum Beispiel auch der Bereich Datenschutz. Ein Profil-Foto, das entsprechend mit einer sehr beschränkten Lizenz versehen ist, darf dann eben nicht mehr weiterverbreitet werden.

        Ausserdem fehlt vielleicht noch ein Creative-Commons-Zusatz, der das Indexieren in Suchmaschinen regelt. Meinetwegen heisst sie dann CC-NC-SA-SE. Dort wird dann geregelt, in welcher Auflösung die Bilder in Suchmaschinen dargestellt werden dürfen und ob diese dann – aus dem EXIF extrahierte – Copyright-Vermerke als Wasserzeichen tragen müssen.

         
         
        • Schmarrn.

          Wieso sollen wir Software- und Internet-Leute dabei helfen? Wir haben schon das Internet gebaut, die Server die Sie verwenden, die Plugins, Betriebssysteme – vieles verwenden Sie kostenlos und ohne darüber nachzudenken.

          Und jetzt sollen wir auch noch dabei helfen, Ihre Geschäftsmodelle zu retten?

          Wenn Sie mit der Technologie des Internets nicht einverstanden sind: Einfach den Stecker ziehen.

          mm.

           
           
      • Dirk Moebius

        Werte Frau Rost,

        eigentlich ist das doch ganz einfach:
        halten Sie sich fern von Diensten, die Ihnen Ihre Rechte nehmen.
        Man muss nicht facebook, flickr oder wem auch immer Nurzungsrechte einraeumen, um seine Fotos zeigen zu koennen. Eigene Webpraesenzen sind heutzutage ganz preiswert und Sie haben den Vorteil, selber entscheiden zu koennen, was Sie wem geben wollen (incl. der robots.txt).

        Und, ganz nebenbei: wenn Sie Erweiterungen haben wollen, warum bezahlen Sie dann nicht Leute, die Ihnen das bauen? Warum sollen die anderen das umsonst machen, damit Sie kassieren koennen?

         
         
        • Welche Plattformen ich wie nutze, entscheide ich heute schon, werter Herr Moebius – Spielregeln für den Umgang mit ToS unbegriffen, wie in meinem Blog beschrieben.

           
           
    • kleitos

      ” Nun wurde das so umgestellt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Traffic kaum mehr auf die Ursprungsseite gelenkt wird.”

      Das ist eine bloße Vermutung, die Google bereits verneint hat.

      Und auch hier widerum die Frage: Traffic oder Auffindbarkeit – was ist das Kerngeschäft?

      “Google schreibt ja höchstselbst in seinem Product-Blog, dass mit der neuen Bildersuche die “Serverlast” auf der Seite der Anbieter gesenkt wird. Ausserdem sollen somit die Page Impressions “korrekter” werden, womit gemeint ist, dass das Aufrufen eines Bildes nicht mehr zu einer gezählten Page Impression führt. Das hat sich niemand ausgedacht oder hineininterpretiert, sondern diese Aussage stammt von Google “persönlich”!”

      Ich sehe da überhaupt kein Problem: Wenn page impressions ein wichtiger Indikator sein sollen., so müssen diese auch korrekt und genau gemessen werden.

      Und bezüglich der Serverlast: Google will halt Kosten sparen – das ist verständlich und nachvollziehbar.

      Vielleicht wäre es ein Ansatz, von jedem Einsteller von Content bei Google Gebühren zur Finanzierung der Server einzuziehen – in etwa so, wie es das LSR umgekehrt vorhat. Dann könnte Google alles beim alten lassen. Wären Sie bereit, Google dafür zu bezahlen?

      ““Wenn ihr das nicht wollt, dann sperrt doch Google ganz aus!” kann keine Antwort auf das Verhalten und die Vorgehensweise von Google sein”

      Wies nicht – mit Blick auf die unternehmerische Freiheit kann Google schlecht gezwungen werden, sich so zu verhalten, we es das nicht möchte – es sei denn, Ihr Bruder sitzt am Tisch der Kanzlerin ;-)

      “Also: wenn ich ein Foto bei mir auf die Website hochlade, dann darf das erstmal niemand “verwerten”. Du nicht, Google nicht, niemand. Man darf es sich ansehen, mehr nicht.”

      Aber sicher darf Google das entsprechend der Nutzungsbedingungen verwerten. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, nutzen Sie das Angebot von Google einfach nicht. Wenn Sie das nicht möchten, steht Ihnen die robrots.txt zur Verfügung.

      Aber zu klagen, das Google nicht will wie Sie es wollen, ist argumentativ etwas schwach.

      Ihr Lösungsansatz müsste m. E. nach noch um folgendes ergänzt werden: Alle! Anbieter von Content sperren Google einfach voa robots.txt aus und schaffen gemeinsam eine Alternative.

      Aber das will ja keiner – Stichwort: Investitionsrisiko. Da will man sich lieber ins gemachte Bett setzen und weiter über die Bettwäsche des Eigentümers maulen…

       
       
  10.  
  11. Stefan

    Vielleicht sollten die selbsternannten Suchmaschinen-Experten und die Kreativen einmal über eine “Kulturwertmark” nachdenken, anstatt veralteten Verwertungsgesellschaften/Strukturen nachzueifern.

    Dann könnte diese GEMA auch endlich abgeschafft werden.

     
     
  12. Lieber Herr Keese, lieber Leser:

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir diese Bildersuche nicht ansehen kann und dem Autor glauben muss – auf welcher Ebene diskutieren wir eigentlich? Es wird nun deutlich ersichtlich, dass es Ihnen nicht (nur) im ein Leistungsschutzrecht geht, sondern um Google – stellvertretend für das, was Sie und andere “Rechteinhaber” an der “neuen Internet-Zeit” nicht verstehen. Nämlich die Tatsache, dass alt hergebrachte Geschäftsmodelle gegen andere ausgetauscht werden (müssen).

    Dazu brauchen wir ein neues Urheberrecht, das nicht nur den neuen Gegebenheiten angepasst ist, sondern auch die Rechte, Pflichten und Interessen aller Beteiligten fair ausgleicht. Aber es sind immer wieder die “Rechteinhaber”, allen voran die GEMA, die jeden Ansatz einer Diskussion im Keim ersticken und sich damit mittelfristig selber in den Fuß schießen.

    Das Leistungsschutzrecht, oder besser, das “anti Google” Gesetz, polarisiert zusätzlich und bald werden sich die Internetnutzer entscheiden müssen, auf welcher Seite sie stehen. So gerne ich auf der Seite der deutschen Interessen stehen würde, im Zweifelsfall werde ich immer für das Internet stehen.

    “Wissen Sie, junge Frau, wir haben das Radio und das Fernsehen überlebt, wir werden auch ihr Internetz überleben” .. die Aussage eines Mitverlegers einer großen Frankfurter Zeitung in 1995, als ich für eine Beteiligung des Verlages an meinem Onlinedienst “germany.net” geworben haben.

    Damals war ich noch jung und die Verleger hatten alle Chancen, das Internet in Deutschland mitzugestalten. 20 Jahre lange hatten die Verleger die Möglichkeit, sich auf die neuen Philosophien des Internets einzustellen. 20 Jahre lang haben sie nichts (hmm nicht viel) gemacht.

    Ich werde nicht dabei zusehen oder sogar dabei helfen, dass das was ich in Deutschland mit aufgebaut habe, von “Wasch mich, aber mach mich nicht nass” Juristen in Frage gestellt wird. Niemand zwingt irgendeinen Rechteinhaber, seine Inhalte frei und ohne Schutz in’s Internet einzustellen.

    ’nuff said.

    Liebe Grüße
    Michaela Merz

    Nachtrag: In diesem Fall bin ich sogar doppelt betroffen: Mein Mann ist Photograph und publiziert Bilder im Netz – angepasst mit Creative Commons License Lizenz Und freut sich darüber, dass durch die Verbreitung seiner Arbeiten eine Menge Aufträge hereinkommen.

     
     
    • Selbstverständlich können Sie sich die neue Bildersuche bereits ansehen: mit der Domain .com ist sie aufrufbar, nur unter .de noch nicht. Vielleicht machen Sie sich einfach selbst ein Bild von den genannten Kritikpunkten. Glauben heißt ja bekanntlich auch nicht wissen. ;)

      Und ebenso selbstverständlich setzt ein Umgang mit dem Netz Eigenverantwortung voraus – von mündigen Usern, das sind wir alle. Dazu gehören Entscheidungen in welcher Form man seine Inhalte einstellt; an diesem Punkt sind wir uns völlig einig.

      Was Ihr Argument der “Geschäftsmodelle” angeht – ich persönlich kann das nicht mehr hören. Es ist überstrapaziert in den Endlosschleifen der Urheberrechtsdebatte und mittlerweile nur noch eine zu Tode diskutierte Worthülse, die darüber hinaus noch nicht einmal tatsächlichen Fortschritt für alle Beteiligten der Debatte erbracht hat.

       
       
      • kleitos

        “Was Ihr Argument der “Geschäftsmodelle” angeht – ich persönlich kann das nicht mehr hören. Es ist überstrapaziert in den Endlosschleifen der Urheberrechtsdebatte und mittlerweile nur noch eine zu Tode diskutierte Worthülse, die darüber hinaus noch nicht einmal tatsächlichen Fortschritt für alle Beteiligten der Debatte erbracht hat.”

        Das ist Schade, denn um nichts anderes als um ein Geschäftsmodell – vulgo “Klicks” – geht es beim LSR.

        Diese Bitte sollten Sie besser an Keese & Co. richten, welche alle Welt schon lange mit dem Gejammer ob der obseleten Geschäftsmodelle belästigen.

        Denn da stimme ich Ihnen voll umfänglich zu: ich kann das auch nicht mehr hören

         
         
        • Werter kleitos, identische Probleme auf unterschiedlichen Baustellen können durchaus mitunter zu ähnlichen oder gleichen Argumenten führen…..
          Soviel Differenzierung darf dann schon sein. ;)

          Und die wunderbaren neuen Geschäftsmodelle all derer, die das so reflexhaft einfordern, möchte ich gerne sehen: Nicht als Einzelbeispiele, sondern flächendeckend. Wirtschaftlich tragfähig über die 0,004€ von z.B. Spotify hinaus, nachhaltig im Sinne von etabliert und funktionierend, mit Platz auch für Nischen inmitten der Massentauglichkeit. ;)

           
           
          • kleitos

            Liebe Frau Rost,

            zum Thema Geschäftsmodelle sei auf den disruptiven Charakter der digitalen Entwicklung verwiesen. Es gibt nun mal kein Recht auf ein funtionierendes Geschäftsmodell.

            Aber ich frage mich noch immer, inwiefern die Haltung von Google bezüglich der Bildersuche Ihr Kerngeschäft berührt?

            Sie verlieren höchstens Traffic, was wiederum den für alle erfreulichen Effekt einer geringeren Netzauslastung mit sich bringt.

            Bitte verstehen Sie mich richtig: ich mißgönne Ihnen und anderen Kreativen Nichts und gönne Ihnen Alles und hoffe auf eine erfolgreiche und erfüllende Tätigkeit – im Rahmen der Gegenenheiten und ohne die Freiheiten Dritter (z.B. mir) zu beschneiden.

            Und leider führt der von Keese & Co. propagierte Weg eines LSR genau dort hin.

               
             
             
          • Liebe Frau Rost:

            Ich habe noch kein Wort von Getty-Images oder anderen Bild-Agenturen gehört, die ein Problem mit Google hätten – im Gegenteil. Getty ist, wie VIELE digitalen Inhalte-Anbieter, erfolgreich im Netz unterwegs.

            Und was die funktionierenden Geschäftsmodelle angeht: Fragen Sie mal Neckermann und Quelle – zwei Unternehmen, die auch nicht an den Paradigmenwechsel geglaubt haben. Red Hat, Apple, Google, Amazon, Ebay, PayPal Ubuntu, selbst Craigslist – alles Unternehmen, die mit spannenden neuen Geschäftsmodellen gut Geld verdienen. Auch mein Mann, selbst ein Photograph, verdient dank des Internets Geld.

            Als Photographin wissen Sie ja: Das Bild zu machen ist nur das halbe Sache. Das Bild zu verkaufen, ist genau so schwierig. Und da müssen Sie, wie jeder andere Unternehmer, die Tatsachen so akzeptieren wie sie sind. Und nach innovativen Wegen und Möglichkeiten suchen.

            Liebe Grüsse

            Michaela Merz

               
             
             
  13. Es geht nicht allein um Fotografen.

    Sondern um alle, die mit Bildern den Traffic ihrer Website erhöhen und daraus Erlöse erzielen – sowohl aus trafficabhängigen Dingen wie Adsense/Adwords, Onlinewerbung, IVW-Bemessungsgrößen etc. als auch mit dem Verkauf von Bildern. Dazu gehören z.B. Verlage, Bildagenturen, Fotografen – die an dieser Stelle trotz aller Meinungsverschiedenheiten (z.B. Verbandsklagen gegen Verlags-AGB) ein gemeinsames Problem haben. Traffic generiert Einkommen und deswegen sind Berichte im Webmasterworld-Forum von bis zu 70% Traffic-Rückgang und bis zu 50% Adsense-Einbußen nicht mehr als “Gejammer” einiger “Weicheier” unter Kreativen zu werten.

    Natürlich kann man die Bots der Suchmaschinen aussperren, ob via robots.txt oder entsprechende andere “Türsteher” wie z.B. noindex. Das löst allerdings nicht das grundsätzliche Problem des Zusammenhangs zwischen Auffindbarkeit/Sichtbarkeit und Traffic-Umleitung. Darüber hinaus ist das Verfahren via robots.txt zwar simpel, aber wenig differenzierbar (z.B. nach unterschiedlich gesetzten Rechten pro Bild).
    Wenn Website-Betreiber beispielsweise Bilder bei Stockagenturen einkaufen, erwerben sie die Nutzungsrechte für ihre eigenen Läden – nicht aber für eine Weitergabe an Social Media Plattformen und schon gar nicht für eine Vollformat-Darstellung/-Abrufbarkeit durch Dritte.

    Dabei ginge – im Sinne eines intelligenten Digital Rights Management – Differenzierung durchaus, z.B. hinsichtlich unterschiedlicher Lizenzierungen von Bildern. Dazu ein erhellender Artikel über ACAP (bitte nicht mit ACAB verwechseln), 2009 von Wolfgang Michal auf Carta veröffentlicht. Google kommt übrigens auch drin vor.
    http://carta.info/19373/verlage-contra-google-der-vergessene-kampf-um-acap/ 

    (Sorry falls dieser Kommentar zweimal in unterschiedlichen Versionen auftauchen sollte – zwischenzeitlich ist Presseschauder.de nicht erreichbar gewesen und der erste Kommentar offenbar dem Absturz zum Opfer gefallen. ;) )

     
     
    • kleitos

      Google liefert Ihnen nun also weniger kostenlosen Traffic als vorher.

      Das mag sein, aber die obige Formulierung führt das Widersprüchliche Ihrer Klage auf den Punkt.

      Und bezüglich ACAP: Google will halt kein Contenthändler sein. Und Google lässt sich – zurecht – nicht dazu zwingen. Es bringt Google halt keine Vorteile.

      Ein Geschäft ist, wenn beide Seiten lachen. ACAP bringt nur die Verleger zum “lachen”. Was hätte Google davon: nicht nur keinen Mehrwert, sondern auch erhebliche Nachteile.

      Und diese hätte beim Zustandekommen eines LSR nicht nur Google.

      Deshalb ist die Zurückhaltung seintens Google bezüglich ACAP verständlich. Vielleicht sollte das “Angebot” an Google verbesstert werden.

       
       
  14. Es geht nicht allein um Fotografen.

    Sondern um alle, die mit Bildern den Traffic ihrer Website erhöhen und daraus Erlöse erzielen – sowohl aus trafficabhängigen Dingen wie Adsense/Adwords, Onlinewerbung (Klickzahlen als IVW-Bemessungsgrundlage!) usw. als auch mit dem Verkauf von Bildern (Bildagenturen, Fotografen etc.).
    In diesem Punkt sind Berichte im Webmasterworld-Forum von bis zu 70% Traffic-Rückgang und bis zu 50% Adsense-Einbußen nicht mehr als “Gejammer einiger weniger” zu werten.

    Natürlich kann man die Bots der Suchmaschinen aussperren, ob via robots.txt oder entsprechende andere “Türsteher” wie z.B. noindex. Das löst allerdings nicht das grundsätzliche Problem des Zusammenhangs zwischen Auffindbarkeit/Sichtbarkeit und Traffic-Umleitung. Darüber hinaus ist das Verfahren via robots.txt zwar simpel, aber wenig differenzierbar (z.B. nach unterschiedlich gesetzten Rechten pro Bild).

    Wenn Website-Betreiber beispielsweise Bilder bei Stockagenturen einkaufen, erwerben sie die Nutzungsrechte für ihre eigenen Läden – nicht aber für eine Weitergabe an Social Media Plattformen und schon gar nicht für eine Vollformat-Darstellung/-Abrufbarkeit durch Dritte. Die neue Google Imagesearch vereinfacht den Zugriff auf Bilder: Angesichts der Vollformat-Darstellung im Suchergebnis wird der Besuch auf der Ursprungswebsite überflüssig, auch wenn neben dem Bild Buttons dorthin und zum Originalbild platziert sind.

    Für den User mag das alles wunderbar sein, schöne bunte Bilder ansehen, komfortabel und groß, ganz toll. Für professionelle Anwender von Bildern sieht das anders aus, nicht nur aus den o.g. Gründen, sondern auch aufgrund rechtlicher Regelungen für den Umgang mit Bildern.

    Übrigens: Differenzierung von Bot-Zugriffen zur Indizierung gingen durchaus, abgestuft nach rechtlichen Konditionen von Bildern beispielsweise und im Sinne eines intelligenten Digital Rights Management. Dazu ein erhellender Artikel über ACAP (bitte nicht mit ACAB verwechseln), 2009 von Wolfgang Michal auf Carta veröffentlicht. Google kommt übrigens auch drin vor.
    http://carta.info/19373/verlage-contra-google-der-vergessene-kampf-um-acap/

     
     
    • Flo

      Da die Internet-Profis immer gern Analogien aus der realen Welt bemühen:

      Ein Photoatelier stellt Fotos im Schaufenster in einer stark besuchten FuZo-Straße aus. Der Fotograf hat die FuZo nicht gebaut, genauso wenig ist er der einzige Laden vor Ort. Die Stadt wächst, und infolgedessen müssen Stadtplanerische Änderungen vorgenommen werden, und flugsdibux wird aus der FuZo eine autobefahrene Straße mit weniger “Traffic” für das Atelier. Der Inhaber jammert Zeter und Mordio und beklagt den Werteverfall…

      genauso läufts hier auch. Ihr benutzt Google und Adsense und wenn Google was ändert, was deren GUTES RECHT ist, denn immerhin ist es eine Firma, und der Kapitalisten-Keese tritt ja auch immer für die selbstregulierende achso schlaue Wirtschaft ein, dann ist’s auf einmal nichtmehr recht. Ich finde Googles User-First Politik gut. Wenn ihr nicht wollt, dass full-scale Bilder über Google auffindbar sind, dann stellt sie halt verfi***kt nochmal nicht online, oder benutzt nicht irgendwelche Drittanbieter-Dienste sondern nehmt halt amazon S3 oder Dropbox und irgendeinen Fronten wie OpenPhoto.me …

      KANN DOCH NICHT SO SCHWER SEIN!

       
       
      • Dein Vergleich hinkt. Es war schon immer eine “Straße” vor dem “Foto-Atelier” und Google hat auch keinen Einfluß auf die Menge an Traffic. Im Gegenteil, genau das stagniert in Deutschland, wir haben alle schon nen PC zu Hause, der Markt ist dicht.
        Aber Google kommt und macht von den Fotos im Schaufenster ein Foto, macht einen Laden neben deinem Laden auf und verkauft dort dein Bild. So in etwa kann man sich das gerade vorstellen was Google treibt…

         
         
  15. kleitos

    Och man ist das ermüdend – wie bei einem fünfjährigen Kind:

    “Mamma, Google ärgert mich!”

    “Dann spiel doch nicht mit ihm sondern suche dir neue Freunde.”

    “Aber ich will mit Google spielen und Google soll machen was ich will.”

    “Dann macht die Mama mal ein Gestz für dich, damit du endlich Ruhe gibst.”

    Was für ein erbärmlicher Kindergeburtstag…

    Statt selber Alternativen zu schaffen oder sich den Maßnahmen zu verweigern (robots.txt.) werden einem seit Jahren die Ohren zugeheult.

    Ich kann es nicht mehr hören, dieses Gejammer der Kreativen und das sich ins Bett der Verwerter legen. Die Kreativen haben sich willig und unnötig vor den Karren der Verwerter spannen lassen, jahrelang die Entwicklungen des Internets gemeinsam verpennt – jetzt sollen sie sehen, wie sie ihre Karre wieder aus dem Dreck ziehen.

    Schaffen die das auch, ohne zu Mama zu rennen?

    Ich glaube nicht…

     
     
    • Edgar Hugo

      Ach? Ihr Oberschlaumeier ratet den Kreativen doch immer, sich nicht auf Verleger zu verlassen, sondern selbst die Möglichkeiten des Internets zu nutzen. Was ist euer nächster kluger Rat, wenn diese Möglichkeit nun auch wegbricht?

       
       
      • kleitos

        Keine Angst – das Internet beleibt bestehen und kann auch weiterhin genutzt werden:

        “Lesenswert ist auch der Blogeintrag der Fotografin Heike Rost:

        “Grund genug, an dieser Stelle noch einmal auf ein paar Spielregeln für den Umgang mit Bildern im Netz hinzuweisen.

        Kurz zusammengefasst und praxistauglich:

        - Bilder nur in kleiner Auflösung einstellen. (maximal 900 px Bildbreite/72 dpi reichen völlig aus!)
        - Sichtbare Wasserzeichen auf Bildern platzieren, entweder via Photoshop-Layer oder Apps. Viele Plattformen entfernen automatisch alle eingebetteten Metadaten – auch urheberrechtliche Informationen!
        - Vorher überlegen, was man wo wie veröffentlicht! Angesichts zum Teil umfänglicher Rechteabtretungen via Terms of Service, die nicht nur Facebook, Instagram und Co. betreffen, sondern auch Hostingplattformen wie Blogspot, WordPress und viele mehr: Im Zweifelsfall eigene Plattformen betreiben, ob Website oder Blog – und bei einem vernünftigen Provider hosten.
        - Den Webcrawlern von Google (und anderen Suchmaschinen) kann man bei Bedarf relativ einfach Hausverbot erteilen. Wer eine Indizierung seiner Bilder nicht will, kann entweder für bestimmte Bildtypen oder Verzeichnisse Zugriffsregeln definieren. Via robots.txt oder htaccess (Möglichkeiten der gezielten Umleitung inbegriffen) lässt sich der Zugriff für eigene Websites einschränken oder komplett verhindern. Links zu weiteren Informationen über diese Möglichkeit siehe unten.”"

        Quelle: http://blog.heikerost.com/notes1/google-bildersuche-re-design-und-urheberrecht/

        Nicht immer nur jammern, sondern tun!

        Wer sich auf die Verleger verlässt, ist halt verlassen – wie man sieht. Vielleicht bedankt “ihr” eich mal bei denen, das ihr in deren Biotop so lange ungestört die Entwicklung verpennen durftet.

         
         
        •  
          • kleitos

            Ich hasse Nix und Niemanden.

            Ich finde es bloß schwer verständlich, weshalb die Kreativen sich unnötiger weise die Probleme der Verwerter zu eigen machen.

            Sind denn die Tips von Frau Rost hilfreich, um gegen den “Raub” des freiwillig bereitgestellten Contents gewappnet zu sein oder jammert man weiter unisono mit den Verwertern?

               
             
             
        • @ Kleitos: Eine Frage an Sie: Können Sie sich überhaupt eine Konstellation oder ein Verhalten von Aggregatoren / Suchmaschinen vorstellen, das Ihnen kritikwürdig erscheinen würde?

          Heulen tut in dieser Debatte übrigens niemand. Sondern Fotografen und Webmaster diskutieren, welche Auswirkungen die neue Bildersuche auf ihr eigenes Geschäftsmodell hat.

          Wenn Sie Heike Rosts Vorschläge als das Patentrezept betrachten, bedenken Sie die Folgen: Fotografen werden dadurch gezwungen, ihre eigenen Fotos auf ihren eigenen Webseiten mit hässlichen Wasserzeichen zu verunstalten oder den Zugang für respektvolle Nutzer zu erschweren, bloß weil sich ein Unternehmen namens Google das Recht herausnimmt, alles zu kopieren, was dort steht. Das kann kein wünschenswerter Zustand sein.

           
           
          • Google ist da beileibe kein Einzelfall: Viele Plattformen des Social Web sichern sich via ToS/Nutzungsbedingungen umfängliche Rechte an den eingestellten Inhalten. Das erfordert klare Regeln für den Umgang damit – die man sich als Nutzer definieren sollte.

            Das Argument “Dann kennzeichne Deine Bilder doch”, z.B. via EXIF/Metadaten, läuft an dieser Stelle aus mehreren Gründen komplett ins Leere:
            1. EXIF/Metadaten sind manipulier- und löschbar.
            2. Facebook entfernt beim Download sämtliche ins Bild eingebetteten Informationen. Automatisch. Nach hiesigem Recht ist das vorsätzliche Entfernen von z.B. urheberrechtlichen Informationen strafbar. Einerseits. Andererseits hat man qua Anmeldung die ToS des Hauses akzeptiert.
            3. Aufgrund der allgemeinen Situation kann ich keinem Fotografen empfehlen, seine Bilder ohne sichtbare Markierungen ins Netz zu stellen. Kein 100% Schutz, aber ein deutlicher Hinweis allemal.

            Die Folgen, die Christoph Keese in seinem Kommentar beschreibt, betreffen beileibe nicht nur Fotografen, das hatte ich in einem vorhergehenden Kommentar beschrieben, der aus mir unbekannten Gründen leider nicht durchging. Sie betreffen ausnahmslos alle, die mit Bildern auf Websites arbeiten.

            Die Folgen sind auch beileibe nicht nur “verunstaltete Bilder”, sondern meistens Zugangserschwernisse durch gesperrte Inhalte. Für Website-Betreiber, für Verlage, Fotografen … aber auch für User. Verlierer dieses Vorgehens sind alle. Außer Google möglicherweise. ;)

            (… weil hier wie in anderen Debatten überwiegend aus der Perspektive des Users argumentiert wird, darf dieser Hinweis nicht fehlen. Der Komplettheit halber und bar jeglichen Gejammers.)

               
             
             
          • kleitos

            Ja – aber nicht in der momentanen Konstellation, in welcher Sie aka Rechteinhaber buw. Verwerter via robots.txt Content zur Verfügung stellen und selbiges dann larmoyant beklagen.

            Zum Thema: Verdient ein Fotograf Geld durch Fotos oder durch Werbung auf seiner Webseite?

            Was tut ein User, welcher das Fotos eines Fotografen via Bildersuche bei Google sieht? Runterladen und verwenden? Nein, denn das ist illegal – bereits heute.

            Der User wird sich mit dem Fotografen/der Fotografin in Verbindung setzen Zwecks aushandlung der Nutzungsrechte.

            Wie Frau Rost richtig anmerkte: Das sind grundlegende Spielregeln im Web, nicht nur als Reaktion auf die Aktion von Google.

            Denn wenn die Fotos auf der Webseite nicht in der von Fr. Rost geschilderten Form geschützt sind, kann jeder – vor allem Redakteure des Qualitätsjournalismus – das Bild mit dem Hinweis Quelle: Internet verwenden – auch wenns illegal ist.

            Der Zusammenhang hier mit Google ist an den Haaren herbeigezogen.

            Sie redizieren alles – wieder mal – nur auf Klicks aka page impressions, der “Whrung” des Internets.

            Und ich dachte, es ginge um Fotos…

               
             
             
          • Solange Aggregatoren sich an die robots.txt bzw. die international gültigen Definitionen halten und nur auf frei verfügbare Contents zugreifen – sehe ich wenige Möglichkeiten. Natürlich würde ich es kritisch sehen, wenn ein Dienst die Seiten der Welt komplett absaugt und z.B. mit eigener Werbung versehen als Welt 2.0 anbieten. Aber das macht Google ja nicht.

            Das Unternehmen “Google” nimmt sich auch kein Recht heraus, sondern nutzt die Möglichkeiten des Internets.

            Niemand hat Herrn Rost dazu gezwungen, im Internet seine Bilder frei anzuzeigen.

            Das Internet und seine Spielregeln haben schon existiert, bevor Herr Rost oder die Bild das Medium für sich entdeckt haben. Warum soll sich jetzt das Internet für Herrn Rost oder Sie ändern? Nutzen Sie es wie es ist – oder ziehen Sie den Stecker. Aber versuchen Sie nicht, ein paar Milliarden Internetnutzern Ihre Sicht der Dinge zu erklären.

            LG
            Michaela Merz

               
             
             
        • Danke, dass Sie mich so ausführlich zitieren. Das Zitat ist allerdings nur ein kleiner Ausriss – und Kreative machen sich mitnichten die Argumente von Verlegern zu eigen.

          Die geschilderten Probleme der Google Imagesearch sind identisch für Betreiber von Websites. Egal ob das ein Fotograf als Einzelperson ist – oder beispielsweise ein Verlag.
          (Man könnte das auch “Dilemma” nennen….)

          Übrigens belegt Ihre Frage, womit ein Fotograf auf seiner Website Geld verdient, ziemliche Unkenntnis. Was Fotografen zunächst überhaupt zu Einkünften aus ihrem Beruf verhilft, ist ihre Auffindbarkeit. Via Bilder, auch via Bildersuche – als öffentlich sichtbares Portfolio im Netz.
          Alle anderen Erwerbsmöglichkeiten sind eine Frage der individuellen Positionierung.
          Und die Annahme, dass sich “der User” mit “dem Fotografen” in Verbindung setzt, wenn er Bilder nutzen möchte, ist schlicht naiv.

           
           
          • kleitos

            ” …und Kreative machen sich mitnichten die Argumente von Verlegern zu eigen.”

            Da muss ich Ihnen widersprechen – bekanntestes Beispiel:

            http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0

            “Übrigens belegt Ihre Frage, womit ein Fotograf auf seiner Website Geld verdient, ziemliche Unkenntnis. Was Fotografen zunächst überhaupt zu Einkünften aus ihrem Beruf verhilft, ist ihre Auffindbarkeit. Via Bilder, auch via Bildersuche – als öffentlich sichtbares Portfolio im Netz.”

            Die Kasse klingelt nur dann, wenn für ein Bild bezahlt wird, oder wo liegt geanu meine Unkenntnis zu diesem Vorgang?

            Natürlich müssen Sie dazu ersteinmal gefunden werden – dabei hilft Ihnen Google doch selbstlos, oder müssen Sie dafür zahlen?

            “Die geschilderten Probleme der Google Imagesearch sind identisch für Betreiber von Websites. Egal ob das ein Fotograf als Einzelperson ist – oder beispielsweise ein Verlag.
            (Man könnte das auch “Dilemma” nennen….)”

            Wie geasgt: geht es um Informationen oder Klicks – das ist die Gretchenfrage.

            “Alle anderen Erwerbsmöglichkeiten sind eine Frage der individuellen Positionierung.”

            Das sehe ich ebenso – und finde es schön, das auch Sie da differernzieren.

            “Und die Annahme, dass sich “der User” mit “dem Fotografen” in Verbindung setzt, wenn er Bilder nutzen möchte, ist schlicht naiv.”

            Gehört zu meinem Tagesgeschäft. Werde dafür sogar entlohnt. Wo liegt da Naivität? Das ich übersehe, dass es auch schwarze Schafe gibt, die Content klauen – wie z7.B. die Tatort-Macher:

            http://www.heise.de/tp/blogs/6/152142

            Glauben Sie, ein LSR würd diese schwarzen Schafe lammfromm werden lassen?

               
             
             
          • Stefan

            Also soll Google Sie dann dafür bezahlen, wenn ein potenzieller Kunde Ihr Bild gekauft hat, das er über Google gefunden hat?

            Google soll also dem Springer Verlag Geld in die Tasche schieben, wenn Google auf eine Verlagsseite linkt (auf der der Axel Springer dann noch Werbung schaltet und somit doppelt kassiert).

            In was für einer Welt leben Sie eigentlich???

            Wer schützt das Internet eigentlich vor Kreativen und (mafiosen) Verwertungsgesellschaften?

               
             
             
          • Flo

            Fr. Rost: verstehe ich sie also richtig, wenn Sie monieren, dass Anbieter im Netz zahlen müssen, um für Ihr Produkt zu werben? Äh, sorry aber das ist in der realen Welt auch nicht anders.

            Darüber hinaus muss ich Ihnen eine gewisse Naivität und etwas Kurzsichtigkeit vorwerfen, wenn Sie wirklich glauben, dass über ausgetretene Pfade Geld zu verdienen ist. Kreativität ist eben heutzutage nicht nur bei der Contenterstellung sondern auch beim Vertrieb des selben gefragt. ich verweise hier immer gerne auf froknowsphoto.com
            Der verdient gutes Geld u.a. mit Merch-Verkäufen, und das hat er sich alles selbst aufgebaut indem er (immer noch) KOSTENLOS content (tutorials) anbietet.

            …Und, JA, ich weiss auch, dass das ein Nischengeschäft ist, und der Markt übersättigen würde wenn das jeder machte.
            So, be fuckin’ creative!

               
             
             
  16. Sehr geehrter Herr Keese,

    Es ist nicht neu, dass Google versucht die Grenzen des geltenden Rechts durch das Schaffen von Fakten auszutesten. Insofern lohnt es bei der Betrachtung die unterschiedlichen Juristriktionen mit einzubeziehen. Soweit mir bekannt ist, ist der Dienst nicht für Deutschland ausgerollt, aber für die USA.

    Hier würde sich die Frage stellen, ob dieses Verhalten nach fair use tatsächlich faire ist? Meiner Einschätzung nach wurde durch den BGH mit dem Thumbnail-Urteil eine Grenze gezogen, die hier überschritten wird. Insofern bezweifle ich den Rollout für Deutschland ohne irgend eine Absicherung.

    Diese könnte sich etwa so gestalten: Google kündigt seine neue Bildersuche prominent an und bietet dem einfachen Nutzer die Möglichkeit zur neu UI zu wechseln. Hier sind vorläufig nur Bilder zusehen, die entweder gemeinfrei sind oder unter den passenden CC-Lizenzen stehen. Webseitenbetreiben bietet Google an, in die neue Suche mit aufgenommen zu werden. Diese müssen dann per AGB zusicheren, dass sie Google die nötigen Rechte einräumen können.

    Kay Oberbeck behauptet zwischenzeitig: “Wir können erkennen, dass durch das neue Design bei einer typischen Suche durchschnittlich ein höherer Click-Through-Wert erzielt wird als früher”

    Das werden sicher auch ein paar Leute glauben oder es ist ihnen schlicht egal…

    Wenn dann die kritische Masse erreicht ist, schaltet Google die alte Bildersuche einfach komplett ab.

    Das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Nur muss man sich selbst fragen, inwiefern man die Monopolstellung von Google noch durch sein eigenes Handeln unterstützt? Man sich langfristig eher schadet?

    Ich habe zum Beispiel nie verstanden, warum soviele Verlage auf den Trick mit Google Analytics hereingefallen sind. Sie habe damit nicht nur den Datenschutz zu Lasten ihrer geschliefen sondern auch Betriebsgeheimnisse an Google verraten.

    Mancher Verlag hatte dann ein Einsehen.

     
     
  17. Juliane Böckler

    Moment: es gab ein für alle Seiten akzeptables Modell, bei dem Google einen Vorgeschmack auf Inhalte lieferte und interessierte Besucher weiterleitete?

    Und als Gegenmaßnahme des Google-Vorstoßes wird von Betroffenen sehr sachlich eine Anpassung der Robots.txt oder die Schaffung eines eigenen Web-Angebotes empfohlen, das sich nicht auf die Google-Bildersuche verlässt?

    Faszinierend…

     
     

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