Erfrischende Doppelmoral bei iRights



Philipp Otto und Ministerin Ilse Aigner bei der Vorstellung des neuen Cloud-Portals von iRights.info. Foto: BMELV

In der Debatte um das Leistungsschutzrecht ist Philipp Ottos Verein iRights.info immer schnell dabei, jegliche Form von staatlichem Eingriff in den freien Markt abzulehnen. Doch selber nimmt er gern hohe staatliche Förderung entgegen. Soeben sicherte er sich 120.000 Euro vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für den Aufbau eines neuen Portals zum Thema Cloud-Computing. Gleichzeitig lässt er eine eine andere Urheberrechts-Initiative auf seiner Website verhöhnen, weil sie ein Drittel dieser Summe als Förderung vom Staatsminister für Medien und Kultur erhält – selten kommt Doppelmoral so herrlich erfrischend und unbekümmert daher. Hier die Details:

Das Portal iRights.info gäbe es gar nicht ohne den Staat. In einem Bericht bei Heise aus dem Jahr 2005 kann man gut nachlesen, wie iRights entstanden ist. Dort heißt es zutreffend:

Das vom Bundesverbraucherschutzministerium geförderte neue Portal iRights will Informationen über das rechtlich Erlaubte im Umgang mit digitalen Werken sowie über aktuelle Gesetzgebungsverfahren bieten.

Zu den Verbraucherschützern war man gelangt, nachdem des Justizministerium abgesagt hatte:

Grassmuck, der auch die Initiative privatkopie.net mit ins Leben rief, hatte schon vor über einem Jahr in ersten Beratungen für den 2. Korb mit dem Bundesjustizministerium gewarnt, dass sich in dem Reformprozess vor allem die organisierten Industrieinteressen durchsetzen dürften. Er schlug daher die Einrichtung eines offenen Online-Diskussionsforums vor, um auch die Nutzer zu hören. Dies lehnte das Justizministerium mit dem Hinweis auf mangelnde Ressourcen zunächst ab. Als man im Hause Brigitte Zypries’ allerdings Wind bekam von der Initiative des Verbraucherschutzressorts, wurde das Forum doch noch Ende Dezember eröffnet. Nun können die Surfer gleich an mehreren Orten über das Urheberrecht und seine Novelle debattieren.

Seinen Anspruch als neutrale Diskussionsplattform hat iRights indes nie eingelöst. Über die Jahre hat es sich immer mehr zu einem Meinungsportal mit klarer Haltung entwickelt. Information und Meinung sind für den Lesern kaum voneinander zu trennen. Chef Philipp Otto erkennt auch nicht den Sinn und Wert einer solchen Trennung. Er versteht sich selbst als Streiter für mehr Rechte von Nutzern gegenüber Urhebern. Praktisch heißt das zumeist: Weniger Zahlungspflichten von Nutzern gegenüber Urhebern. Das ehrwürdige Presseprinzip, Nachricht und Kommentar zu trennen, sagt Otto gar nichts.

Klare Haltung auf Kosten des Staates

Dass Webseiten für eine bestimmte Haltung stehen, ist völlig in Ordnung. Auch dieser Blog macht wahrlich keinen Hehl daraus, dass er für das Leistungsschutzrecht eintritt. Allerdings beziehe ich für die Vertretung dieser Auffassung auch keine sechsstelligen Summen von einem Bundesministerium. Ich nehme gar kein Geld vom Staat, entspreche so also Philipp Ottos Maxime von möglichst wenig staatlicher Invention auf freien Märkten, die er in Sachen Leistungsschutzrecht so beharrlich und redegewandt vertritt. Meine private Finanzierung gibt mir in diesem Blog das Recht, eine persönliche Meinungsfärbung in die Texte und Themenauswahl zu tragen. Von einem staatlich finanzierten Portal sollte man allerdings erwarten dürfen, dass es sachlich und neutral ausgerichtet wird. iRights enttäuscht diese Erwartung Tag für Tag aufs Neue. Darin liegt der zentrale Grundwiderspruch von iRights, der dieses Projekt so fragwürdig macht: Finanzierung aus Steuergeldern, Verhalten wie bei Privateigentümern. Das passt nicht zusammen.

Das Logo der mit 120.000 Euro vom Staat geförderten neuen Seite

Auf die neue Initiative ist Ministerin Ilse Aigner (CSU) stolz. Bei der Vorstellung des Projekts sagte sie: „Wir schaffen damit eine zentrale Anlaufstelle für alle Internetnutzer rund um die Fragen von Cloud Computing.“ Selbstbestimmte Entscheidungen von Verbrauchern setzten technisches Wissen und Informationen über grundlegende Verfahren voraus. Hier mache das Portal einen wichtigen Schritt.

Mehr Licht im digitalen Dschungel?

Auch Philipp Otto setzte sich bei der Pressekonferenz hehre Ziele. Die Webseite des Ministeriums zitiert ihn so:

Philipp Otto, Leiter des Projekts bei iRights, unterstrich, es gehe vor allem darum, „mehr Licht in den digitalen Dschungel des Cloud Computing bringen“. Dazu dienten vor allem Hintergrundtexte zu den Bereichen Recht und Technik. Hier würden viele grundsätzliche Fragen aufgegriffen und Alternativen aufgezeigt. Es werde auch erklärt, was mit den vielen englischen Fachbegriffen rund um die Cloud überhaupt gemeint sei.

Hoffen wir das Beste. Zu befürchten ist allerdings, dass sich die neue Seite schnell wieder zu einem Kampagnen- und Aktivistenportal gegen die Rechte von Urhebern verwandelt. Die Argumentationslinie ahnt man schon: Unschuldige Nutzer laden kopierte Werke in die Cloud hoch, um sie mit einigen ihrer engsten Freunde zu teilen. Böse Verwerter kriminalisieren dann diejenigen, die via Cloud an den Segnungen der Kultur teilhaben wollen, überziehen sie mit Abmahnwellen, füttern habgierige Anwaltsfabriken durch und verwehren den Verbrauchern ihr Grundrecht auf Information. Otto und seine inzwischen zwölfköpfige Redaktion werden sich vermutlich schnell zu der Meinung durchringen, dass die Verteidigung von Urheberrechten die Entwicklung von Clouds in Deutschland unmöglich macht, das Internet aus Germanien aussperrt, im Ausland mit Kopfschütteln quittiert wird und das Grundgesetz mit den Füßen tritt, weil dort ja steht, dass Meinung frei ist und sich jedermann frei entfalten dürfe.

Zwölf Leute auf Kosten des Staats also, die sich in diesem Sinne ereifern dürfen.

Frontalangriff gegen ein Konkurrenz-Projekt

Nun hat sich der Staatsminister für Kultur und Medien entschieden, ein Gegengewicht zu schaffen. Mit 42.625 Euro fördert er Engage, den neuen Gesprächs- und Arbeitskreis Geistiges Eigentum. Dieser Kreis tritt ausdrücklich für Geistiges Eigentum ein. Mehr noch: Er erlaubt sich, überhaupt von Geistigem Eigentum zu sprechen – ein rotes Tuch für alle, die Urheber und Verlage am liebsten enteignen würden.

Prompt laufen Philipp Ottos Staatsbedienstete Sturm gegen Engage. Inbrünstig kritisieren sie die staatliche Förderung. Den Urheberrechtsberichterstatter der Unions-Fraktion, Ansgar Heveling, verunglimpfen sie nur mühsam verschleiert als „Obertroll“. Mit Hohn und Spott überziehen sie das ganze Projekt:

Wir freuen uns auf eine sachliche, Empirie-gestützte Debatte und eine Website mit ganz vielen unvoreingenommen Studien zur Urheberrechtsregulierung, schlagen aber vor, die Initiative umzubenennen. Wie wäre es mit enGAGA!?

Solche Texte also kauft Ilse Aigner für ihr Geld ein. Offensichtlich deutet Otto seine Förderung als staatliches Mandat, jedermann den Fedehandschuh hinzuwerfen, der für die Rechte von Urhebern eintritt. Ob die Ministerin das wirklich will? Kann das wirklich die Linie der CSU sein? Bayern wäre ohne Patent- und Urheberschutz heute immer noch ein Agrar- und kein Software- und Hightech-Land. Eigentlich müsste München einmal genauer hinschauen, was Ilse Aigner in Berlin mit dem ihr anvertrauten Geld so anstellt.

Markus Beckedahl verliert kein Wort über Ottos Staatsgeld

Sekundiert wird von den üblichen Verdächtigen. Markus Beckedahl prangert hier und hier den skandalösen Umstand an, dass der Bundeskulturminister „die unionsnahe Urheberrechtslobby fördert“. Kein Wort verliert Beckedahl darüber, dass Aigners Ministerium über die Jahre die vielfache Summe in Ottos Anti-Urheberverein gepumpt hat.

Auch Brigitte Zypries übt einseitige Kritik

Nicht fehlen darf Brigitte Zypries, die sich immer stärker als Gegnerin von Urheberschutz profiliert. Schon Warnhinweise sind ihr ein Dorn im Auge. Warum eigentlich? Was ist verwerflich daran, wenn Netzbetreiber ihre Kunden darüber informieren, dass sie im Begriff sind, einem Künstler zu schaden? In den USA haben Netzbetreiber und Kulturbranche darüber jüngst eine einvernehmliche Vereinbarung getroffen. In Deutschland hält Frau Zypries Warnhinweismodelle für gefährlich. So stellte sie der Bundesregierung im Eiltempo kritische Fragen zur Förderung von Engage und bekam darauf jetzt die passenden Antworten.

Fragen von Frau Zypries zur staatlichen iRights-Förderung habe ich im Netz nicht gefunden. Falls jemand einen Link dazu kennt, freue ich mich über Unterrichtung.

 

40 Kommentare

 
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  2. HubertG

    Hoppla! Da ist mein Kommentar doch dem bug von neulich zum Opfer gefallen! Da wiederhole ich mich mal:

    Der den “Leserinnen und Lesern jedoch vorenthalten[e]” Pro Teil in der ZEIT ONLINE ist – auch in einer ausführlicheren Fassung als in der Printausgabe – auf <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-09/leistungsschutz-keese/komplettansicht&quot; ZEIT ONLINE zu finden.

    Ginge es um Aggregatoren, die “versuchen, das Publikum bei sich zu behalten, ihm Abos schmackhaft zu machen oder Werbung zu zeigen” dann könnten die Verlage diese Aggregatoren durch die robots.txt von der automatischen Aggregation ausschließen und wären so mit ein paar Zeilen Text in der Lage das unentgeldliche Ausnutzen ihrer Webinhalte zu verbieten.

    Das vorgeschlagene Leistungsschutzrecht greift für diesen Sonderfall viel zu weit und schüttete das Kind mit dem Bad aus. … Der Sonderfall wäre einfacher der Normalfall komplizierter.

     
     
    • @ HubertG: Sorry, dass der Bug Ihren Kommentar verschlungen hatte. Wundert mich, da die Kommentare eigentlich erhalten geblieben sind und nur die Anzeige durch einen falschen Datenbankaufruf gestört war. Trotzdem danke, dass Sie den Kommentar noch einmal eingestellt haben.

       
       
  3. HubertG

    Der den “Leserinnen und Lesern jedoch vorenthalten[e]” Pro Teil in der Zeit online ist – auch in einer ausführlicheren Fassung als in der Printausgabe – auf Seite 2 zu finden.

    Ginge es um Aggregatoren, die “versuchen, das Publikum bei sich zu behalten, ihm Abos schmackhaft zu machen oder Werbung zu zeigen” dann könnten sie diese Aggregatoren durch die robots.txt von der automatischen Aggregation ausschließen und wären so mit ein paar Zeilen Text in der Lage das unentgeldliche Ausnutzen ihrer Webinhalte zu verbieten.

    Das vorgeschlagene Leistungsschutzrecht greift für diesen Sonderfall viel zu weit und schüttete das Kind mit dem Bad aus. … Der Sonderfall wäre einfacher der Normalfall komplizierter.

     
     
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  5.  
  6. Hallo,

    selbst hochrangige Wissenschaftlicher sprechen sich gegen das Leistungsschutzrecht aus:

    http://www.heise.de/open/meldung/Kritik-am-geplanten-Leistungsschutzrecht-reisst-nicht-ab-1758645.html

    Zitat:
    “Viel Geld dürfte das im Raum stehende Schutzrecht den Verlegern dem Papier zufolge nicht in die Kasse spülen. Viele Diensteanbieter würden finanziell nicht in der Lage oder nicht bereit sein, Lizenzgebühren nach dem geplanten Leistungsschutzrecht zu zahlen. Es bestehe so die Gefahr, dass auf deutsche Presseprodukte nicht mehr verlinkt wird. Die Leidtragenden wären Verlage, Autoren und alle Nutzer, die im Internet nach Informationen suchen. Insgesamt “scheint der Regierungsentwurf nicht durchdacht”. Er lasse sich durch kein sachliches Argument rechtfertigen.”

    Was sagen Sie dazu her Keese?

    Hochachtungsvoll,

    Bregenzer

     
     
    • Danke für Ihre Nachricht. Das Max Planck Institut für Immaterialgüterrecht tritt seit Jahren gegen das Leistungsschutzrecht ein. Die neue Stellungnahme ist daher keine Überraschung. Die Äußerungen des Instituts sind geprägt von mangelnder Sachkenntnis der Internetwirtschaft und eklatantem Unwissen über die Verlagswirtschaft. Noch nie hat ein Vertreter des MPI versucht, bei den Verlagsverbänden oder Verlagen zu den wirtschaftlichen Bedingungen des Publizierens im Netz oder zu den verfolgten Strategien zu recherchieren. Es handelt sich um eine Wortmeldung aus dem Elfenbeinturm. Auch das von Ihnen angeführte Zitat bringt in jedem einzelnen Satz zum Ausdruck, dass sich das MPI noch nie im Detail mit der besprochenen Materie beschäftigt hat. Die Aussagen zu den wirtschaftlichen Hintergründen sind schlicht falsch.

      Beispielsweise: “Viel Geld dürfte das im Raum stehende Schutzrecht den Verlegern dem Papier zufolge nicht in die Kasse spülen.” Wie wird diese Aussage belegt? Woher will das MPI wissen, wo hoch die Lizenzerlöse der Verlage bereits heute sind und wie die Gespräche laufen, die schon jetzt mit Aggregatoren im Vorgriff auf das anstehende Leistungsschutzrecht geführt werden? Der MPI-Satz ist spekulativ, falsch und unwissenschaftlich.

      Oder: “Viele Diensteanbieter würden finanziell nicht in der Lage oder nicht bereit sein, Lizenzgebühren nach dem geplanten Leistungsschutzrecht zu zahlen.” Auch diese Aussage wird nicht belegt und sie ist inhaltlich falsch. Aggregation ist ein Markt, der weltweit geschätzt schon heute mehr als eine halbe Milliarde Dollar Umsatz macht und schnell wächst – Suchmaschinen noch gar nicht mitgerechnet. Das MPI kennt diese Zahlen nicht und kann daher nicht auf sie reflektieren. Es ist nicht einsichtig, warum die Produzenten der Inhalte nicht an diesen Erlösen beteiligt werden sollten. Gerade ein Institut für Urheberrecht müsste sich eigentlich viel stärker dieses Gedankens annehmen.

      Oder: “Es bestehe so die Gefahr, dass auf deutsche Presseprodukte nicht mehr verlinkt wird.” Falsch. Links sind laut Gesetz frei und kostenlos. Also besteht keine Gefahr, dass nicht mehr verlinkt wird. Das MPI hat den Unterschied zwischen Link und Textauszug immer noch nicht verstanden.

      Oder: “Die Leidtragenden wären Verlage, Autoren und alle Nutzer, die im Internet nach Informationen suchen.” Diese Schlussfolgerung kann man nur ziehen, wenn man nicht weiß, wie groß der Markt für Aggregation geworden ist. Wüsste man das, würde man zur gegenteiligen Schlussfolgerung gelangen. Denn dann wäre es im Interesse der Verlage und Autoren geradezu zwingend, eine Beteiligung an diesen Erlösen zu erlangen. Der Hinweis auf die Nutzer an dieser Stelle zeigt, dass das MPI den Unterschied zwischen B2B und B2C-Aggregation nicht kennt. Nutzer könnten indirekt nur bei B2C-Aggregation betroffen sein, was aber selbst dort nicht der Fall ist. Bei B2B-Aggregation ist der Nutzer per definition nicht betroffen, da es sich um Wertschöpfungsketten handelt, an denen nur Firmen beteiligt sind.

      Die neuerliche Stellungnahme trägt dazu bei, den Ruf dieses Max Planck Instituts weiter zu schwächen.

       
       
      • 90 Prozent der Verlage möchten kein Leistungsschutzrecht!

        Für ein Leistungsschutzrecht wird vorgebracht, Presseverlage vor einem Ausbeuten ihrer Leistung durch Suchmaschinen zu schützen. Um wie viele Verlage es sich dabei handelt bleibt außen vor. Bisher findet man keine Information und Bekanntgabe dazu (Wikipedia). Welche Verlage stehen also wirklich hinter diesem Leistungsschutzrecht? 10 Prozent aller Verlage oder nur 5 Prozent? Wer gegen ein Leistungsschutzrecht ist, sehen wir dagegen bei Wikipedia

         
         
  7.  
  8. enGAGE! ?! Lol, ist ja wohl ein Witz.

    1. Kommentarfunktion? Fehlanzeige. Keine Möglichkeit der Diskussion auf digitaler Ebene.
    2. Aktualität? Auf iRights bekommt man wenigstens Infos zu der neuen digitalen Bibliothek. enGAGE ist lediglich eine Sammlung von Voträgen und Pamphleten.
    3. Auf enGAGE werden die abgedroschensten Pfade weiterhin stur betrampelt. Beispiel? Wenn ich noch einmal von der “Brenner-Studie” lese, bekomme ich nen Anfall. Die Musikindustrie zitiert diese “Studie” schon seit Jahren. Andere, unabh. Forscher haben schon längst nachgewiesen dass das alles BULLSHIT ist. JA, CD Verkäufe sind rückläufig. NEIN, die reflexartige Korrelation dieser Tatsache mit steigenden (illegalen) Downloadzahlen ist FALSCH. Schlicht und ergreifend FALSCH, nie nachgewiesen worden und schlicht und ergreifend FALSCH. CD Verkäufe sind rückläufig weil der Markt übersättigt war. Das ist schlichte Marktwirtschaft. Ich bin da kein Experte, aber es wär schön vom Chef-Kapitalismusverteidiger (=Mr. Keese) dazu was zu hören.

     
     
    • Llkhkg

      “Andere, unabh. Forscher haben schon längst nachgewiesen dass das alles BULLSHIT ist. JA, CD Verkäufe sind rückläufig. NEIN, die reflexartige Korrelation dieser Tatsache mit steigenden (illegalen) Downloadzahlen ist FALSCH. Schlicht und ergreifend FALSCH, nie nachgewiesen worden und schlicht und ergreifend FALSCH. CD Verkäufe sind rückläufig weil der Markt übersättigt war.”

      Ich lach mich tot, vor Allem über die “anderen, unabhängigen Forscher”

      “Ich bin da kein Experte”

      Das ist richtig, das sind Sie wirklich nicht.

       
       
  9.  
    • kleitos

      Ah ja – das berüchtigte Video. Ihre Kritik daran und an dem Protest gegen ACTA ist mir gläufig und ihre kommunikationstheoretische Kritik an Google teile ich.

      M. E. nach ist des Pudels Kern bei ACTA das Thema DPI, weshalb alle weiteren Argumente – ob richtig oder falsch – unwichtig sind. Darauf sind Sie in Ihrer Kritik am Video gar nicht eingegangen.

      Und bezüglich der Proteste: Man beschwert sich also, das die Protestierenden ACTA nicht verstanden hätten obwohl man alles dafür getan hat, ACTA und seine Entstehung geheim zu halten und hinter verschlossenen Türen ohne Einbeziehung der Betroffenen auszuhandeln?

      Von Nix kommt halt Nix.

      Und gegen diese Desinfoation könnte ich einige Desinformationskampagnen der Verwertungswirtschaft anführen, die sogar an Schulen vom Lehrer an die Kinder verteilt werden.

       
       
  10. Wie immer ist es auch hier entscheidend, ob man sich auf das halb volle, oder das halb leere Glas konzentriert. Dass sich Ilse Aigner mit iRights für diese Art des Diskurses überhaupt entscheidet ist grds. positiv. Sie kommt aus der Staatsverwaltung. Das ist eine Welt, in der man z.B. den Hinweis bekommt, dass “Frau X im dritten Stock rechts e-Mail kann”…

     
     
  11. Stefan Herwig hat ja oben zu einer differenzierteren Darstellung von iRights aufgerufen, dem ich mich nur anschließen kann. Und auch Isarmatroses Darstellung, dass es iRights primär um Medienkompetenz und Aufklärung von Usern geht, muss ich an dieser Stelle absolut unterstreichen. Die iRights-Färbung der Informationen im iRightsBlog und die Transparenz-Problematik sollen natürlich auch nicht verschwiegen werden, aber eine bessere Alternative, die die vielen rechtlichen Fragen der Nutzer, Pädagogen und Urheber beantwortet und dabei viele Meinungen einfängt (auch Heveling findet man dort: http://irights.info/?q=content/ansgar-heveling-rechtsrahmen-f%C3%BCr-durchsetzung-muss-digitales-zeitalter-angepasst-werden ), kenne ich nicht.

    Der mir wichtige Punkt ist nun aber der, dass man bei enGAGE! bislang überhaupt keinen Wert auf “neutrale Aufklärung” (so weit das überhaupt bei diesem Thema möglich ist) legt, wenn man sich z.B. mal die Rubrik “Meinungen” – eine Selbstdarstellung Schwartmanns – anschaut ( http://engage.fh-koeln.de/category/meinungen/ ) (Immerhin durfte Till Kreutzer beim 5. Kölner Mediensymposium mitdiskutieren). Im Gegensatz dazu präsentiert sich das neue http://cloud.irights.info/ äußerst neutral (zumindest was ich bis jetzt gelesen habe) und genau so sollte “Bewusstseinschaffen für den Wert “geistigen Eigentums”" meiner Meinung nach anfangen. Deshalb ist die staatliche Finanzierung hier deutlich “legitimer” als bei enGAGE.

    Kritisieren Sie doch mal einen Artikel von iRights Cloud, Herr Keese, um ein bisschen in die Tiefe zu gehen.

    (Zur Transparenz: Ein Interview, das ich mit Prof. Peifer führte, wurde mal bei iRights.info veröffentlicht: http://irights.info/?q=content/karl-nikolaus-peifer-das-urheberrecht-wird-zum-informationskontrollrecht )

     
     
  12. Ich bin leider bei Herrn Keese, was die meisten Argumente angeht:

    Trennung von Meinung und Kommentar sollte von Blogs mit einem neutralen und staatlicher Finanzierung zu erwaerten sein. Bei irights.info gibt es ein neutrales Informationsportal und einen stark meinungsgefärbten Blog. Beide sind jedoch kaum voneinander zu trennen. Eine bessere trennung wäre sicherlich sinnvoll. Ebenfalls wäre es sinnvoll, wenn iRights seine Finanzierung offenlegen würde, denn es liegt der Verdacht nahe, dass die Finanzierung von interessennnahen Konzernen und Verbänden vorgenommen wird.

    Ich kann jedem in diesem Zusammenhang nur das dritte Kapitel “Geeks Bearing Gifts” in Robert Levines Buch “Free Ride” empfehlen, in dem man lesen kann, wie bestimmte Stimmen in der Urheberrechtsdebatte durch finanzielle Unterstützung “sichtbarer” werden als andere Stimmen, und wie die amerikanische Debate davon vergiftet wird.

    Das heisst nicht automatisch, dass dadurch diese Stimmen entwertet werden, aber Transparanz wäre angesagt, wenn es um solcherlei Verflechtungen geht. Jeder in diesem Blog weiss wohl für wen Christoph Keese arbeitet, und von wem er bezahlt wird. Das ist Transparent. Bei irights weiss ich das nicht.

    Irights stellt sich aber als objektives Informationsportal dar. Diesen Eindruck löst iRights aber m.E. nicht immer ein (ich gehe da nicht so weit wie Herr Keese, in der Behauptung, dass es jeden Tag Polemik gäbe): Es gab auch durchaus neutrale Artikel bei iRights, die sich bemüht haben, alle Aspekte zu beleuchten. Der enGAGE Artikel gehört jedoch nicht dazu. Der führt ins Reich der unsachlichen Polemik. Dabei hätte man auch etwas anderes schreiben können.

    Ich fand zum Beispiel, dass die enGAGE Veranstaltung in einigen Punkten nicht gelungen war und zu sehr nach konservativem Fahrwasser roch. Neben Urheberrechtsdurchsetzung, braucht das Urheberrecht sicherlich noch weitere Updates, damit es fit für Digitalisierung wird. Da hätte man ansetzen können, und kritisch nachfragen müssen, ob dies ein 1-Themen Gesprächskreis wird. Auch hätte man kritisieren können, dass es nicht dargestellt wurde, wie denn der wissenschaftliche Anspruch von enGAGE überhgauot eingelöst wird. Diese nicht unerheblichen Fragen sind bei der enGAGE Eröffnung offen geblieben. Das hätte man kritisieren können. Aber iRights hat sich auf die Finanzierungsfrage und die sprachliche Polemik gestützt. Wer, wie oben beschrieben im Glashaus sitzt, sollte aber lieber nicht mit solchen Steinen werfen…

    Last not least habe ich aber aus eigener Erfahrung festgestellt, dass die gegenseitige Unterstellung von subkutaner Lobbynähe diese Debatte auf Dauer nicht vorantreibt. Die Leute haben immer subjektive Perspektiven, und aktivismus braucht auf Dauer auch Finanzierung. Nur weil eine Meinung von einem Interessenanbieter finanziert wird, wird sie dadurch nicht gleich wertlos. auch das sollte man bei der Debatte im auge behalten. Lawrence lessig hat zum beispiel auf der Grünen urheberrechtskonferenz sehr viele intelligente Sachen gesagt – Google Unterstützung hin oder her.

    Gruß,

    Sh

     
     
  13. Es ist schon fast beeindruckend, wie Sie Herr Keese, aus allem eine mögliche Argumentation gegen das Urheberrecht konstruieren. Das zeugt von der gleichen Phantasie, mit der Sie die Notwendigkeit eines Leistungsschutzrecht erdacht haben.

    Da ich annehme, dass Ihr Jahresgehalt nicht unbedingt sechsstellig sein wird, finde ich die (zu niedrige?) Finanzierung ihrer Phantasie durch den Springer-Verlag viel spannender als die eines Informationsportal, dass, wenn es erfolgreich ist, für mehr Medienkompetenz in der Bevölkerung sorgt.

    Und das, also mehr Medienkompetenz, ist ja nun wirklich für Springer und ihre LSR-Pläne gefährlich. Eine breite und gut informierte Öffentlichkeit würde es nicht zu lassen, dass sie dieser Bundesregierung jeden Schmarn einreden können.

     
     
    • Lieber Isarmatrose,

      nach Lukas Schneider und meiner Wenigkeit werden jetzt noch andere Akteure, deren Meinung Sie nicht vertreten ebenfalls von Ihnen mit Dreck beworfen, ins Sippenhaft genommen und unlautere Argumente gegen Sie ins Feld geführt.

      Im Prinzip predigen Sie dieselbe Schwarzweiss-Logik, die die Bloggeria damals einem Ansgar Heveling übel genommen hat (der übrigens auf der enGAGE Diskussion durchaus ein kleiner Lichtblick war).

      Das bringt die Debatte leider keinen Jota weiter.
      Segelt man so auf der Isar?

      Gruß,

      SH

       
       
      • kleitos

        Wenn der lupenreine Demokrat Heveling, der sich über die Tyranei der Masse mockiert, auf der Veranstaltung ein Lichtblick war, so muss es da je echt finster gewesen sein ;-)

        Halten Hr. Krings & Co. auch elektrisches Licht für eine disruptive Technologie und entsagen selbigem?

         
         
        • @KLeitos,

          Heveling war dort wirklich besser als in seinem durchaus etwas missglücktem HAndelsblatt-essay. Er war auch recht gut im Thema.

          Wenn sie dagewesen wären, dann wüssten Sie das. Leider auch hier nur s/w Zeichnungen voon Ihgnen. Wie gesgat, die bringen die Debatte nicht voran.

          Gruß,

          SH

           
           
          • kleitos

            Besser zu sein als der Beitrag im Handelsblatt ist nun echt keine Kunst.

            Sie monieren hier immer die s/w-Malerei. Dabei möchte ich Sie emal fragen, wenn denn für die tiefen Gräben verantowrtlich ist, die nun mühsam wider überbrückt werden müssen?

            Wer hat denn jahrelang jedes Gesprächsangebot mit Abmahnwellen und Gesetzesvorlage zu Internetsperren, Auskunftspflichten und Ausheblung von Grundrechten beantwortet?

            Wer bietet den großspurig Scheindebatten an, während parallel die guten Beziehungen in die Legislative genutzt werden?

            Wer kriminalisiert hunderttausende von Usern, stellt diese unter Generalverdacht und spannt Urheber vor eine Karren voll Rabulistik?

            Nicht dass die Beantwortung dieser Fragen in der Debatte weiterhelfen würde aber ich frage mich, ob es tatsächlich eine Debatte gibt.

            Seitens der “Gegenseite” werden seit langem und stets bloß Maximalpositionen gefahren und versucht, mit allen unredlichen Mitteln durchzusetzen.

            Kaum wurde eines solches Vorhaben gestoppt, taucht schon das Nächste auf, an dem Interessenvertreter in Vollzeit mitwirken, während die User in Ihrer Freizeit aktiv werden und alle vier Jahre ein Kreuzchen machen dürfen und nicht zum Abendessen mit der Kanzlerin eingeladen werden.

            Würde “Waffengeleichheit” herrschen, könnte eine Debatte stattfinden. Was tatsächlich passiert sind ständige Rückzugsgefechte vor ständige Abwehr von euen Offensiven eines Gegeners mit unerschöpflichen Reserven.

            Da bleibt irgendwann die Gesprächsbereitschaft und die Bereitschaft für Kompromiesse auf der Strecke. Und wir haben ja erst kürzlich wider vom schönen Ole erfahren, dass auch z.B. bei der GEMA alles in bester Ordnugn ist und kein Handlungsbedarf besteht.

            Es fällt sehr schwer, mit Interessengruppen, die sich auch von Tatsachen in ihrer Meinung nicht beirren lassen, Debatten zu führen – ich habe zumeist den Eindruck, da wird man als Feigenblättchen im Rahmen postdemokratischer Scheindebatten instrumentalisiert.

            Wer es z.B. nach Jahren noch immmer nicht schafft, Kosten von Abmahnungen zu deckeln und p2p auf Strafzahlung in Höhe von Fantastillionen Dublonen zu verdonnern erscheint nicht Diskussionsbereit.

            Vielleicht wäre es mal angebracht, von der eigenen Maximalposition etwas abzurücken und so ein Signal zur Dialogbereictschaft auszusenden.

               
             
             
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  14. “Information und Meinung für den Leser kaum voneinander zu trennen” – So weit her kann es mit dem “ehrwürdige[n] Presseprinzip” ja nicht sein, hat doch genau ihre Redaktion die Leser über die Rolle von Jan Hegemann im Unklaren gelassen. Klar, das war bestimmt nur ein bedauerlicher Einzelfall, wie die zahlreichen Urheberrechts- und Persönlichkeitsrechtsverletzungen ihres Hauses.

    P.S.: Wie soll der Provider den Rechtsbruch feststellen, der ihn dazu veranlassen sollt, dem Nutzer einen Warnhinweis zu schicken?

     
     
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    • @Kleitos,

      ich lese aus ihrer längeren Einlassung einen ziemlichen Groll gegen Kreativwirtschaft und Politik heraus. Und ich weiss nicht, an wievielen Scheindebatten sie bereits teilgenommen haben, bei mir waren die Gesprächsangebote der Kreativwirtschaft immer ehrlich gemeint, während andere – auch politische – Akteure sich in Demokratiesimulation ergehen. Die Grünen zum Beispiel wollen eine ergebnissoffene Debatte über das Urheberrecht, nennen dieselbe Konferenz aber “Vergüten Statt Verfolgen”.

      Damit nehmen sie zumindest ein Ergebnis in der angeblich offenen Debatte vorweg. Ergebnisoffen geht anders. Und jetzt, nachdem ihnen ihre Kulturflatrate mehrfach von wissenscaftlicher Seite um die Ohren gehauen wird, recylcen sie die idee und nennen sie “Fairnesspauschale”. Nein ergebnissfen ist da ziemlich wenig….

      Und: gerne tausche ich mich mit Ihnen hinsichtlich ihrer bedenken aus, meinetwegen auch ausserhalb dieses Forums. Aber dazu müssten Sie erstmal die Hasskappe absetzen und den Beissreflex ausschalten.

      Gruß,

      SH

       
       
      • kleitos

        Ich hasse nicht – wenn überhaupt, dann wären mir Politik und Kreativwirtschaft gleichgültig. Denn das Gegenteil von Liebe ist nicht der Hass, sondern die Gleichgültigkeit.

        Und den Begriff “Kreativwirtschaft” finde ich bereits entlarvend. Da werden zwei Begriffe miteinander verschmolzen, welche in Ihrer historischen Genese bereits zuvor miteinander verbunden waren, jedoch ganu anders herum: die freien Künste vulgo brotlose Kunst. In der Antike definierte die Entkopplung von Wirtschaft die kreativen Tätigkeiten und heute ist es genau anders herum?

        Wer mit Kreativität Geschäfte machen will, soll das tun bzw. versuchen. Muss man aber nicht, um kreativ zu sein. Deshalb ist m.E. nach zwischen Kreativen aka Urheber und Verwerter zu differenzieren. Kreativwirtscahftler sind bloße Zwischenhändler, die mit der Etablierung digitaler Informationswege obselet werden – disruptive Technologie halt.

        Dies nur am Rande. Denn auch ich möchte keine Menschen in Armut stürzen, weshalb ich Nichts gegen die Kreativen habe und diese auch gerne angemessen Unterstütze – durch den Kauf von Eintrittskarten und geglegentlich einer CD – bis mir auffällt, das es ja keine CD nach dem RedBook ist, sondern bloß etwas, das wie eine CD aussieht aber wegen DRM-Krams nicht in meinem Laufwerk läuft.

        Ein ganz übles Beispiel aus der Trickkiste der Verwerwer:

        http://en.wikipedia.org/wiki/2005_Sony_BMG_CD_copy_protection_scandal

        Von der Politk erwarte ich eine Interessenvertretung des demokratischen Souveräns – und das ist nicht ein Arbeitsplatz, auf dessen Altar ja inzwischen alles geopfert wird. Die Politik steht dem Internet geist- und hilflos gegenüber und versucht krampfhaft, die Kontrolle über die Meinungs- und Deutungshoheit zurücks zu erlangen, die sie sich so bequem mit den etablierten Meinungsmachern ausbaldowert hatte. Unkontrollierte Kommunikation stört bloß, und nicht nur die Profite.

        Ich würde es vorzeihen, unseren Austausch auf öffentlich einsehbaren Plattformen wie z.B. hier fortzuführen – Dank jedoch für das nette Angebot.

        Un wegen Hasskappe und Beissreflex:ich kenn die Pappenheimer und ihre Argumentationen und Kniffe inzwischen zur Genüge. Ich weiss, mit welch harten Bandagen und welch unredlichen Mitteln dort agiert wird. Mißtrauen und Unglaube gegenüber einem, der schon merhfach gelogen und betrogen hat ist kein Hass und der Beisreflex wurd mir mühsam antrainiert und ist das Ergebnis der jahrelangen Bemühungen der Verwerter, die Zeit aufzuhalten:

        http://www.youtube.com/watch?v=VBcqpp9aw_I

        Gruesse

        kleitos

         
         
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        • @Kleitos,

          ich dachte zuerst, ich müsste aus ihrer letzten Einlassung nochmal eine längere replik chrieben, aber glücklicherweise riecht es eigentlich, meine letzte Antwort nur nochmal zu kopieren, denn sie haben eigentlich jeden einzelnen Kritikpunkt mit ihrer Polemik erneut bestätigt.

          Deswegen:

          @Kleitos,

          ich lese aus ihrer längeren Einlassung einen ziemlichen Groll gegen Kreativwirtschaft und Politik heraus. Und ich weiss nicht, an wievielen Scheindebatten sie bereits teilgenommen haben, bei mir waren die Gesprächsangebote der Kreativwirtschaft immer ehrlich gemeint, während andere – auch politische – Akteure sich in Demokratiesimulation ergehen. Die Grünen zum Beispiel wollen eine ergebnissoffene Debatte über das Urheberrecht, nennen dieselbe Konferenz aber “Vergüten Statt Verfolgen”.

          Damit nehmen sie zumindest ein Ergebnis in der angeblich offenen Debatte vorweg. Ergebnisoffen geht anders. Und jetzt, nachdem ihnen ihre Kulturflatrate mehrfach von wissenscaftlicher Seite um die Ohren gehauen wird, recylcen sie die idee und nennen sie “Fairnesspauschale”. Nein ergebnissfen ist da ziemlich wenig….

          Und: gerne tausche ich mich mit Ihnen hinsichtlich ihrer bedenken aus, meinetwegen auch ausserhalb dieses Forums. Aber dazu müssten Sie erstmal die Hasskappe absetzen und den Beissreflex ausschalten.

          Gruß,

          SH”

          Ein schönes Wochenende noch. Weniger Grollen, mehr reden. und last not least: Aus der Antike sind wir raus. Ihre sozialromatische Vorstellung von Kreativität at leider nichts mit der Realtiät gemeinsam. oder glauben sie ernsthaft , man kann “Star Wars”, “Abbey Road” oder “Harry Potter” ohne kommerzielle Betätigung erschaffen? Das trifft genauso auf alle anderen Kreativwirtschaftsgüter zu. Leider ist das noch nicht bei allen angekommen.

           
           
          • kleitos

            “Weniger Grollen, mehr reden.” … und kopiert ‘nen vorherigen Beitrag.

            alles klar …. Qualitätsjournalist?

            Bei Ihnen scheint noch nicht angekommen zu sein, was bereits bei allen angekommen ist: auch die Piraten wollen das Urheberrecht nicht abschaffen.

            Warum sperrt sich die “Kreativwirtschaft denn so gegen eine Reformation desselben?

            Der Verweis auf den historischen Ursprung und die Verknüpfung von Kreativität und Wirtschaft sollte ienen Denkanstoß zur Reflektion der eigenen Position geben, aber mir scheint, auch Sie lassen sich in Ihrer Meinung nicht von Tatsachen beirren.

            Da fällt ein Diskurs wahrlich schwer – ich lehne mich zurück und warte auf das Delisting von Google nach dem 29.11. … und wer der FR bzw. FTD als nächstes folgt …

            eo”d”

               
             
             
  15. Oh, oh, wo bin ich hier nur hingeraten: Der presseschauder ist ein “Meinungsportal mit klarer Haltung”, auf dem “Information und Meinung für den Leser kaum voneinander zu trennen” sind. Über die finanzielle Aussattung hört man ja auch so Einiges … Weh und Ach!

     
     
    • @ Vera: Was hört man denn so über die finanzielle Ausstattung dieses Blogs? Würde mich interessieren. Dass ich hier auf meine eigenen Kosten eine klare Meinung vertrete, gebe ich im Text offen zu. Aber ich nehme eben auch kein Geld vom Staat.

       
       
      •  

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