Die Google-Kritik des ProSiebenSat.1-Chefs Thomas Ebeling



Thomas Ebeling, Vorsitzender des Vorstands der ProSiebenSat.1 Media AG, hat bei der Hauptversammlung seines Unternehmens gestern vor den Gefahren gewarnt, die von Google ausgehen. Was ist davon zu halten? Hier der Wortlaut des entsprechendes Absatzes aus Ebelings Rede, die Antwort von Google und ein kurzer Kommentar von mir:


Thomas Ebeling. Foto: ProSiebenSat.1

Hier zunächst der Originalabschnitt aus Thomas Ebelings Rede:

(…) Heute möchte ich stattdessen auf ein anderes, viel wichtigeres Thema eingehen, weil es die gesamte Branche bedroht: Google.

Google dominiert weltweit den Markt für die Online-Suche und hat etwa in Deutschland einen Marktanteil von circa 90 Prozent. Da ist es nicht verwunderlich, dass die amerikanische Kartellbehörde FTC und die Europäische Kommission bereits Kartellverfahren vorbereiten. Das Interessante ist: nur wenige Google-Dienste sind profitabel. Um seine Wachstumsziele dennoch zu erreichen, bricht Google mit disruptiven Technologien in die verschiedensten bestehenden Branchen ein und nutzt seine übergroße Marktmacht in der Online-Suche, um Wettbewerber oder Kunden in die Knie zu zwingen. Jeder, der schon einmal mit Google verhandelt hat, weiß, was ich meine. Google hat seine Firmensitze in den USA bzw. Irland und entzieht sich so einer stringenten Kontrolle durch europäische oder deutsche Behörden. Google profitiert zudem bei YouTube von massenhafter Verletzung des Urheberrechts und unternimmt zu wenig, um dagegen vorzugehen.

Worauf ich hinaus möchte: Die deutsche und die europäische Kreativ-Wirtschaft stellen sich gern dem Wettbewerb mit einem Unternehmen, das aus unserem Alltag kaum wegzudenken ist. Aber nur, wenn für alle die gleichen Regeln gelten – und wenn diese Regeln auch von allen eingehalten werden. Dazu gehört primär der Schutz des geistigen Eigentums. Denn egal ob Sie, meine Damen und Herren, eine Zeitung lesen, ein Musikstück hören oder einen Fernsehfilm sehen: dahinter stehen immer der Erfindungsreichtum und die Arbeitsleistung von kreativen Menschen, die geschützt werden müssen. Vor wenigen Tagen haben in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ viele Künstler, Autoren und Journalisten einen Aufruf unterzeichnet, dem wir uns nur anschließen können: Der Diebstahl geistigen Eigentums im Internet muss aufhören! (…)

Die komplette Rede Thomas Ebelings findet sich hier.

Google-Sprecher Kay Oberbeck sagte in einer Stellungnahme auf Ebelings Kritik: „Google respektiert das Urheberrecht und unterstützt Autoren, Künstler, Kreative und andere Rechteinhaber im Kampf gegen Internetpiraterie.“ So habe Google für YouTube ein Werkzeug – Content ID – entwickelt, „das urheberrechtsgeschützte Inhalte mit Hilfe eines digitalen Fingerabdrucks automatisch aufspürt.” Mehr als 3.000 Medienpartner nutzten dieses System bereits.

Mein Kommentar: Thomas Ebelings Kritik ist berechtigt. Googles Unterstützung der Kreativwirtschaft gegen Piraterie lässt in weiten Teilen zu wünschen übrig, trotz des digitalen Fingerabdrucks bei YouTube. Leider leistet Google über seine Suche der Piraterie oft noch Vorschub. Dies lässt sich an einem einfachen Beispiel demonstrieren. Man tippe „free magazine download“ im Suchfeld ein:

Es erscheint eine Suchergebnisliste, die hauptsächliche illegale Downloadplattformen enthält, auf denen man sich ganze Zeitschriften besorgen kann:

Gibt man hingegen das Suchwort „Kinderpornos“ ein, …

… erscheinen glücklicherweise keine kriminellen Angebote, sondern ausschließlich respektable Informationen über dieses Verbrechen:

Natürlich ist es extrem wünschenswert, dass Suchmaschinen keine kriminellen Angebote anzeigen, die Ergebnisse von Kapitalverbrechen sind. Aber von echter Unterstützung im Kampf gegen Piraterie könnte man erst sprechen, wenn auch illegale Downloadplattformen nicht mehr gelistet werden würden. Bis das der Fall ist, muss sich Google den Vorwurf gefallen lassen, der Piraterie zumindest mit einigen seiner Produkte Vorschub zu leisten.

Berechtigt ist auch Ebelings Kritik an der Bevorzugung Google-eigener Produkte in den Suchergebnislisten, um Wettbewerber in die Knie zu zwingen. Dieser Blog hatte mehrfach die entsprechenden Beweise angeführt.



 

25 Kommentare

 
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  4. Was haben den Privatkopien mit sexuellem Missbrauch von Kindern zu tun? So eine Gegenüberstellung ist einfach nur geschmacklos und vereinnahmt Menschen, die sexuellen Missbrauch zu erleiden hatten, in unerträglicher Weise.

     
     
  5. (Pingback)

    [...] 1.) While Google frames its removal reports as a matter of transparency, little is revealed on how exactly removal decisions are made. At the same time, the “Transparency Report” allows Google to counter allegations by content owners that it were deliberately soft on copyright infringers. In Germany, for example, Thomas Ebeling, CEO of the German media conglomerate Pro7Sat.1 Media, has recently criticized Google for profiting vom copyright infringement and was supported by Axel Springer lobbyist Christoph Keese. The latter criticized Google for linking to copyright infringing websites in its search results, while removing links to child pornography (see German blog post). [...]

    New Layer of Copyright Enforcement: Search «

    28. Mai 2012

     
  6. Also in Verbindung zu den letzten Google-Bashes hier stellt sich doch die Frage:
    Wer hat behauptet, dass Google kein Geld für seine Services verlangen darf?
    Was hat Kinderporno mit Fernsehen zu tun? Ebeling schießt ganz klar gegen Google weil er glaubt es wäre mehr Geld zu holen, wenn es google nicht gäbe. Und ihnen geht etwas die Muffe weil sie sehen, dass TED und Youtube ganz klar in Richtung “Fernsehen” sich entwickeln insofern, als sie demnächst redaktionellen Content (im Falle Youtube), bzw. lehrreichen Content (im Falle TED) präsentieren werden.
    Da muss sich die Fernsehindustrie doch nicht bedroht fühlen? Aber stimmt schon, es gab in den 50ern auch Leute die den Untergang der Zeitungen prozepheiten als das Fernsehen anfing Nachrichten auszustrahlen….is schon klar.

     
     
  7. Von ProSiebenSat1 zu lernen, heißt siegen zu lernen!
    Die Jungs haben es drauf. Ihr TV-Programm verschleudern sie *kostenlos*!
    http://www.prosiebensat1.de/media/3451608/dt_p7s1_gb_2011.pdf
    Ich habe mir den Geschäftsbericht 2011 angesehen! Grandios!
    Die machten 2.756 € Umsatz mit ihrem Kostenlos-Fernsehen. Bei 644 Mio € Gewinn zahlen die natürlich keine Ertragssteuern. Die gehören fremdländischen Heuschrecken, da ist es unüblich Ertragssteuern zu zahlen.

    Dafür bezahlen die die Mitarbeiter ordentlich. Drei Vorstandsmitglieder schleppten jeder über eine Million € ab. Klare Ansage an die Künstler: Scheißt auf Eure Kunst. Werdet Intermediär, werden Händler mit Werken anderer Leute. Was sind Eure mickrigen 15.000 € Durchschnittseinkommen, die ihr bei der Künstlersozialkasse gemeldet habt, gegen die günstigen Vergütungen als Nicht-Künstler. Ihre schimpft ein bisschen über Google, hört brav darauf , was Euch die Heuschrecken sagt, und verdient Euch einen Batzen Geld, wenn ihr Fernsehsendungen kostenlos verschenkt:
    - Die Säulen der Erde: Kostenlos bei Sat1 gesendet
    - Heidi Klum mit ihren Germanys Next Top Models: Kostenlos in Sat 1 gesendet

    Geht zu ProSiebenSat1! Verschenkt Fernsehen mit Werken anderer Künstler! Dann könnt ihr reich und berühmt werden. Schimpft über Google, Facebook, wer immer Euch die Werbeeinnahmen klauen will! Und dann sagt ihr, dass es Euch nicht um die Werbeeinnahmen für die Millionen-Gehälter Eurer Vorstände geht, sondern dass Ihr eigentlich zur Caritas gehört und mühsam die 15.000 € für die hungerleidenden Künstler in Deutschland zusammenkratzt. Die Leute glauben Euch das! Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs! Blutsbrüder/Bluesbrothers :-)

     
     
  8. Am Rande: Pro7 und Sat1 sind Fernsehsender, die ihre Zuschauer kostenlos zuschauen lassen,. Sie verschlüsseln ihr Angebot nicht (wie die von Christoph Keese beworbenen freien Magazine ihr Angebot auch nicht vor unberechtigtem Zugriff schützen, sondern ihre Künstler ohne Digital Rights Management berauben und bestehlen, wie man es in der Contentindustrie sagt).

    Anders als Sky, die ihren Content ordentlich verschlüsseln, um ihre Künstler zu schützen, oder ARD, ZDF oder BBC die Zwangsabgaben von den Bürgern erheben, um ihre Künstler ordenrtlich bezahlen, schleudern Pro7 und Sat1 ihre Angebote kostenlos unter die Bevölkerung. Die Contentindustrie sagt, dass dieses Züchten der Kostenlosmentalität schlecht für die Künstler sei. Und diese Leute wollen jetzt sagen, denen Franz-Josef Strauss, Helmut Kohl und Edmund Stoiber auf den Weg geholfen haben, den sie in der freien Wirtschaft nicht geschafft haben, wo es bei Google, einem normalen marktwirtschaftlichem lang gehen soll? Eine gruselige Sozialimusstory. Hört sich an wie von SED-U-Booten.

    See also:
    http://wk-blog.wolfgang-ksoll.de/2012/05/04/wo-kommt-die-kostenlos-kultur-her/
    (und den Sherlock-Artikel daneben, wo uns die ARD die Rechte vom Markt gekauft haben, damit wir nicht an Sherlock rankommen im deutschnationalen Sonderweg der “Globalisierung”)

     
     
  9. Juliane Böckler

    Das muss man schon sagen: die Massen an Anträgen und Bescheinigungen, Formularen und Unterschriften, die man als Rechteinhaber bereitstellen muss, um ein eindeutig rechtsverletzendes Angebot löschen zu lassen – das ganze ist teilweise schon so behördlich, dass man sich im Internetzeitalter wundern darf. Es geht schneller, ein vollständiges neues Nutzerkonto zu erstellen und einen 3000-Euro-PC zu kaufen, als zum x-ten mal den vollständig gleichen Inhalt anzumahnen. Und wenn dann teilweise noch Fax- / Brief-Schikanen eingebaut werden, dann kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Ein Schelm…

     
     
    •  
      • @ Flo Diehl

        Heute eine Meldung dazu gelesen. Alles ganz wertfrei.

        Kurzfassung: Laut der Studie hat eine Bit Torrent Distribution vor Release nur minimale Auswirkung auf die reguläfren Verkäufe. In dem Fall waren es 60 Stück. Auf welcher Basis auch immer.
        Radioplay und Presiverleihungen haben größere Auswirk
        ungen.
        Das aber auch nur bei etablierten Acts. Unbekannten Acts hilft es nicht, irgendwie ja auch logisch.
        Basis der Studie waren 150.000 Filesharing Nuter, davon 90.000 in den USA.
        Es wurden aber nur die offizellen Verkaufszahlen aus den USA berücksichtigt, was sicherlich kritisch gesehen werden muss.

         
         
        • ist aus dem Paper das ich oben verlinkt habe.
          Interessant an der STudie fand ich auch, dass beinahe alle Torrents zu bekannten Artists VOR dem eigentlichen Release verfügbar waren.
          D.h. die meisten CDs werden von Insidern geleaked und online gestellt; anders als z.B. bei DRM-Geschützten Videospielen, wo ja der Arbeitsaufwand für denjenigen der sie als erstes knackt doch sehr hoch ist.
          Fand ich nur mal ganz interessant….

           
           
  10. Also, die anderen Punkte die mir unklar sind mal außen vor gelassen, was meint er denn damit:
    “nur wenige Google-Dienste sind profitabel. Um seine Wachstumsziele dennoch zu erreichen, bricht Google mit disruptiven Technologien in die verschiedensten bestehenden Branchen ein und nutzt seine übergroße Marktmacht in der Online-Suche, um Wettbewerber oder Kunden in die Knie zu zwingen.”
    Wenn ich die Argumentation richtig verstehe geht die folgendermaßen:

    Google macht nicht genug Geld. Es will mehr Profit machen, deshalb verhält es sich arrogant gegenüber anderen Unternehmen, u.a. den Fernsehsendern, Zeitungen, GEMA etc.

    Das ist imho wieder mal ein klassisches Mißverstehen der “alten Garde” dessen was Google eigentlich macht. Es geht Google nicht darum Marktmacht im klassischen Sinne zu betreiben, irgendwann Sender oder einzelne Programme zu kaufen….das ist Spartendenken, aus dem viele CEOs einfach nicht rauskommen. Die große Macht, und Gefahr, die Google darstellt liegt in der Verknüpfung von Nutzerdaten mit allen Diensten die Google anbietet. Das Langzeitziel von Google wird sein detaillierte Nutzerprofile herzustellen und Werbung präzise platzieren zu können.

    Ich will mal folgenden Gedanken anmerken: wäre es für Unternehmen die für WErbung auf Google-sEarch viel Geld bezahlen nicht sinnvoll, wenn sie genau wüssten wie viele Geräte sie am Ende mit ihrer Werbung verkaufen können? Der Drop-out von GM aus Facebook bestätigt das doch. Langfristig werden Unternehmen von der brute-force blinki-nerv Banner-Werbung weg gehen, und präzise Werbung schalten wollen die die Nutzer erreicht die ein Produkt am Ende auch am ehesten Kaufen wollen.
    DAS ist das was die Fernsehchefs und Zeitungschefs wirklich um den Schlaf bringt, denn die hängen mental immernoch an der 50 Jahre alten Technologie des Spamming…

     
     
  11. Ein Erfahrungsbericht zum Thema Youtube Content ID.

    Mein Unternehmen hat das jetzt 3 mal beantragt, 2 mal haben wir nie wieder etwas gehört, einmal haben wir wenigstens eine lapidare Absage bekommen, allerdings ohne wirkliche Begründung.

    Die Anträge zur Nutzung des Tools kann man ausschließlich per Fax an Youtube schicken.
    Youtube möchte ganz klar keinen direkten Kontakt zu Rechteinhabern. Es gibt sicherlich auch die Möglichkeit über Webformulare aber das ist eine elendige Klickorgie und geht auch nur bis maximal 10 Verstöße, danach darf man wieder von vorne anfangen.

    Jetzt fragt man sich, wieso haben Games es mit Youtube schwer?
    Ganz einfach, es gibt Videos zu Games, die mit den schönen Wort free werben. In den Beschriebungstexten bekommt der User Direct Download Links serviert.
    Zudem gibt es Videos, da filmt ein User, wie und wo er sich Direct Download Links zu den Produkten besorgt. Er erklärt auch, wo es Cracks gibt und zeigt, wie diese eingesetzt werden.

    Ähnlich zäh ist der Google Dienst Blogspot. Auch dieser Dienst wird missbraucht und es ist ähnlich wie bei Youtube. Jedes Blog muss einzeln reklamiert werden. Manchmal gehen die entsprechenden Blogs nach einige Tagen offline, manchmal nie. Es gibt keinerlei Rückmeldung auf eine Beschwerde, obwohl das in Zeiten von automatisierten System eigentlich sehr einfach wäre.

     
     
    • Ha, Herr Rieck. Der Presseschauder hat uns erhört; die Diskussion um Game of Thrones kann hier weitergehen ;-)

      Kurzer Gedanke, weil mein Kaffee gleich kalt wird:
      Ich habe leider keine Zahlen, und weiss nicht wieviel RTL2 für Game of Thrones gezahlt hat; aber es war doch zu sehen, dass viele Zuschauer diese Serie sehen wollen, weil sie sie vorher bereits im Original im Internet gesehen haben;
      Das bietet doch auch wieder interessante, globalere Marketingkonzepte für Fernsehserien an, oder nicht?
      Online-Marketing für hochwertige Serien wird irgendwann global laufen müssen, denn auf Dauer werden teure Serien wie Battlestar Galactica, oder mein persönlicher Favorit: Breaking Bad, nicht finanzierbar bleiben; wenn Serien über die Verbreitung im Netz bereits nach der Ausstrahlung im Heimatland des Produzenten einen hohen Bekanntheitsgrad genießen ist das doch nur von Vorteil für den Sender: er kann so diese Serie teurer an ausländische Interessenten verkaufen.
      Klar spielt da wieder Piraterie eine Rolle, aber die Frage ist ob sich die “Verluste” nicht durch kostenlose globale Vermarktung aufwiegen – ich meine, JA.

       
       
      • Besser wäre meiner Meinung nach ein eigenes Thema dafür.

        Sonst entfernen wir uns wieder so weit vom Kern.

        Vielleicht hat Herr Keese ja Erbarmen mit uns ;-)

        Falls nicht, mailen Sie mir einfach.

         
         
    • Also, ich ihre Frustration nachvollziehen, aber es gibt auch einige andere Beispiele bei denen YT oder Dropbox Dateien löscht bzw. sperrt, obwohl sich im Nachhinein herausgestellt hat gar kein Urh.-R.-Verstoss zu beanstanden war;
      Man bewegt sich hier immer ganz knapp an der Grenze zur Zensur.
      Die Umständlichkeit mit der man mit diesen Unternehmen in Kontakt treten muss, hat auch System; hab ich selbst seinerzeit bei Fatzebuch erlebt, als ich mir meine Nutzerdaten auf CD hab zuschicken lassen; diese Unternehmen können deswegen soviel Gewinn abwerfen, weil sie mit minimalsten Belegschaften auskommen; müsste man jetzt weltweit 24h am Tag Abmahnungen checken, wären diese Dienste nicht mehr rentabel i.e. kostenlos. Die Frage ist, wollen wir das?

       
       
      • Erst einmal wäre es netzneutral, wenn jeder Rechteinhaber Zugang zu dem Löschtool bekommt. Egal, wie groß oder klein, egal aus welchem Land.
        Das ist eindeutig nicht der Fall. Ich kann es belegen.

        Google verhält sich also alles andere als netzneutral, es selektiert, reagiert auf Anträge nicht oder lehnt diese ohne Begründung ab.
        Ich kann auch ohne Problem Handelsregisterauszug und auch gern eine eidesstattliche Versicherung beibringen, damit Fakes draußen bleiben. Ist aber gar nicht gewünscht.

        Spätestens wenn ich als Unternehmen dort bekannt und registriert bin, kann mich der Poster eines zu unrecht gelöschten Videos, Blog, Datei aus auch immer direkt kontakten. Ich wäre nämlich dann dafür verantwortlich.

        Die Fälle von zu unrecht gelöschten Inhalten kenne ich.
        Sie erinnern mich immer stark an die alte Dame, die ohne PC und Internet Abmahungen bekommen hat. Diese Fälle werden gern genommen, um zu zeigen, wie unglaublich schlecht das System ist.
        Auf die zig Millionen zu Recht gelöschter illegaler Downloadlinks sind sie aber nicht einmal ein Tropfen im Bodensee.
        Gleiches gilt für unrechtmäßige Abmahnungen. Wenn die berühmte alte Frau der einzige Fall war, der unkorrekt abgemahnt wurde, dann ist die Quote immer noch minimal.
        Öffentlichkeitswirksam ist es aber natürlich trotzdem.

        Ich will keine Zensur, aber ich will mich gegen Unrecht wehren können. Google verhindert erfolgreich, dass ich das machen kann.

         
         
        • Das interessiert mich jetzt aber doch (obwohl wir uns schon wieder weit weg vom allgemeinen Google-Bashing bewegen, aber sei’s drum).
          Also, wenn ich sie richtig verstehe gibt’s bei Google sowas wie Content-ID gar nicht? Also ich könnte nicht zu Google gehen und sagen, löscht diese Seite aus folgenden Gründen aus eurem Register?

          Hier in den Staaten machen sehr viele Unternehmen mittlerweile Geld mit Content-Cleansing: also die versprechen für den Auftraggeber ungewollte Kommentare und Seiten zu löschen und so das Bild des Auftraggebers im Netz rein zu halten. Das sieht man ja schon auf Amazon, oder imdb, da werden nicht nur KOmmentare gelöscht, sondern aktiv positive, generische Bewertungen platziert…aber ich schweife wieder ab.

          Anyway, ich denke es ist zur Zeit ein Kapazitätsproblem; Internet-Unternehmen können mit sehr wenig Investitionsaufwand gegründet werden, d.h. ich kann mit einer neuen Idee sehr schnell sehr viele Nutzer anwerben. Die laufenden Kosten sind gering, wesentlich geringer als für Fernsehsender, die in teure Technik investieren müssen.

          Ich habe nur immer wieder das Vorratsdatenspeicherungsgesetz vor Augen, das de jure zurückgenommen wurde, aber de facto immer noch angewandt wird; die Polizei sammelt provisorisch so viele Daten wie sie kann, falls sie sie irgendwann mal braucht; mit dem Staatstrojaner will ich gar nicht erst anfangen. Der Punkt ist, dass man sich sehr genau überlegen sollte, welche Form von Legislatur man implementiert um so etwas wie Code-Sharing über Youtube oder torrent-links über Google einzudämmen; ich habe den Eindruck dass jede Lösung die von Seiten der Hersteller kommt, erstens dem Staat Geld kostet, und zweitens Zensur Tür und Tor öffnet.

          Deshalb würde ich ihnen, und auch dem Sat.1-Pro7-Kabel1 Chef vorschlage, doch in eine andere Richtung zu denken:
          Lasst uns für Google und Fatzebuch die Verwendung von Nutzerdaten teurer machen; Warum krieg ich als Nutzer kein Geld dafür, wenn meine Daten an Dritte weitergegeben werden?

          Das würde vielleicht indirekt auch dem Code-Sharing von Video-Spielen nützen, denn so könnten diese Unternehmen nicht so wahnsinnig schnell so wahnsinnig viele Daten ansammeln sodass sie so unüberschaubar werden wie Youtube.

           
           
          • Mein Beispiel bezog sich nur auf Youtube und auf Blogspot.

            Youtube bietet Rechteinhabern ein Programm, mit denen diese sofort Videos löschen können. Nur das bekomme ich als Rechteinhaber nicht, trotz mehrfacher Versuche.

            Wie so ein Youtube Video aussieht kann man hier sehen.

            1. Beispiel Crysis 2 als Torrent Download, sehr nett erklärt:

            http://tinyurl.com/d9w35cc

            2. Beispiel Crysis 2 als Direct Download, für alle, denen ein Torrent Download zu kompliziert oder gefährlich ist:

            http://tinyurl.com/cvc4c3c

            3. Beispiel, dieses Mal Blogspot und dort ein Crysis 2 Crack inkl. Seriennummer:

            http://tinyurl.com/c3k5jtu

            Bei Blogspot kann Missbrauch online gemeldet werden. Es ist die bereits beschriebene Klickorgie. On top muss derjenige, dessen Rechte verletzt wurden, ein Google Konto haben, sonst kann der die Missbrauchsmeldung nicht absetzen.
            Jeder Missbrauch jeweils einzeln. Wer so einen starken Titel wie Crysis 2 hat, der wird wahnsinnig und irgendwann aufgeben.
            Aber vielleicht ist genau das gewünscht.

            Google kann es nur Recht sein. Auf allen Diensten wird Werbung gemacht und Geld verdient. Was für ein ausgeklügeltes System.

               
             
             
  12. Lieber Christoph. Dass es einen Unterschied gibt, Kinderpornografisches und illegale Download-Angebote zu erkennen, sollte auch Dir bewusst sein. Der Vergleich an dieser Stelle auf Deinem Blog verwundert mich aber dann doch. Aber ungeachtet dessen: Allein im vergangenen Jahr hat Google 5 (!) Millionen URLs aus dem Index gelöscht, die zum Schaden von Urhebern illegale Angebote auf ihren Seiten hatten. Du wirst sicher gleich hier in den Kommentaren antworten, das ist viel zu wenig oder irgendeinen anderen Grund der Kritik darauf anbringen. Dennoch möchte ich Dich bitten, nicht immer nur reflexartig eine Anti-Google-Haltung einzunehmen, sondern vielleicht auch einmal eine differenzierte Darstellung vorzunehmen.

     
     
    • Christoph Keese

      Lieber Kay. Den Unterschied sehe ich sehr genau und er ist natürlich beträchtlich. Aber das Beispiel Kinderpornografie zeigt, dass eine Suchmaschine illegale Angebote aus der Suchergebnisliste verbannen kann. Warum ist Gleiches nicht auch bei Piraterie möglich? Dass 5 Millionen URLs gelöscht wurden, ist eine beeindruckende Leistung. Aber es ist nun einmal heute noch so, dass Suchanfragen nach illegalen Downloads sauber beantwortet werden. Das kann und sollte so nicht bleiben. Ich füge hier ausdrücklich ein, dass nicht nur Google dieses Problem hat. Yahoo und Bing haben genau das gleiche Problem. Ich werde dieses Thema künftig mit Beispiele von Yahoo und Bing illustrieren, um zu dokumentieren, dass es nicht nur um Google geht und nicht habituell Kritik in Richtung Google formuliert wird.

       
       
      • Der Unterschied ist nur, Kinderpornographie ist etwas eindeutiger als eine Urheberrechtsverletzung zu erkennen. Soll Google etwa auf Verdacht die Webseite von Thomas Brussig aus dem Index nehmen oder ihre? Dass Sie selbst gegen das geltende Urheberrecht bereits mehrfach verstoßen haben wissen Sie ja wohl noch.

         
         
      • Es ist entsetzlich, wie Christoph Keese hier dem Kindermissbrauch Beihilfe leisten will. Wenn Google den Zugang zu dem Dreck völlig offen darstellt, kann jeder Dorfpolizist mit seinen Ermittlungen anfangen und den Perversen das Handwerk legen. Aber das will Christoph Keese nicht. Die Quellen sollen vor der Polizei versteckt werden. So wie sich Ursula von der Leyen weigerte, den Kinderpornodreck löschen zu lassen, sondern nur einen roten Vorhang vor den Schweinekram hängen wollte, damit die Kinderschänder aus dem Klerus ihren Stoff leichter finden können. Anschließend hat Ursula von der Leyen zusammen mit Frau Schröder, Frau Leutheusser-Schnarrenberger und Frau Schavan auch noch Millionen Steuergelder bereitgestellt, um die Opfer der Kinderschänder zu entschädigen, statt den Klerus für seine perversen Mitglieder aufkommen zu lassen wie in Irland oder USA. Ich fasse es nicht, dass Christoph Kesse die Polizei bei der Ermittlung von Kinderschändern behindern will und Google die Beweismittel aktiv verstecken soll. Pfui! Ekelhaft! Langsam kommen wir dahinter, was die Kampagne mit dem Urheberrecht bezwecken soll! Ursula von der Leyen musste erst durch 150.000 Petenten davon abgehalten werden, katholische Kinderficker kostenlos mit Kinderpornos zu versorgen. Was müssen wir bei Christoph Keese tun?

         
         
        • Äh…wenn jeder Dorfpolizist ermitteln kann, dann kann das jeder Hinterweltler auf Facebook auch, und dann sind Denunziantentum und Gewalt Tür und Tor geöffnet.
          Abgesehen davon kommen die meisten Kinderficker aus dem näheren Umfeld der Opfer, insofern wäre Aufklärung und mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Familie angebrachter als der digitale Rundumschlag.
          Ach ja, wenn wir grad dabei sind: Breivik hat auch Modern Warfare 3 gespielt; Holy Shit! Killerspiele machen uns alle zu Soldaten! Und: 99% aller Massenmörder konsumieren vor ihren Anschlägen Brot!! Verbietet Brot, verdammt nochmal!

           
           

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