Verschwörung der Krimiautoren für das Urheberrecht



Beim Echo 2012 gestern Abend in Berlin wurde er von erstaunlich vielen Leuten getragen: der Pro-Urheberrecht-Button der Krimiautoren (Foto). Die Autoren sind organisiert in einer Gruppe, die sich „Syndikat“ nennt und es sich hauptsächlich zum Ziel gesetzt hat, das Genre des Kriminalromans zu fördern. Seit kurzem setzt sich das Syndikat auch für die Wahrung von Urheberrechten ein und hat folgende Erklärung abgegeben:

Das SYNDIKAT, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, spricht sich nachdrücklich für den weltweiten Schutz geistigen Eigentums aus. Dies gilt insbesondere für das Medium Internet, in dem dieser Schutz immer häufiger missachtet wird.

Das SYNDIKAT protestiert insbesondere gegen Bestrebungen von Politikern, wie etwa aus den Reihen der Piraten und dem Bündnis 90/Die Grünen, aber auch anderer Parteien, die das geltende Urheberrecht schwächen wollen. Die technischen Möglichkeiten des Internets erfordern keine Reform des Urheberrechts, sondern eine faire Anpassung von Nutzungs? und Verwertungslizenzen.

Das SYNDIKAT wird sich für Aufklärung einsetzen, um bei Nutzern und Lesenden den Respekt, das Verständnis und die Achtung gegenüber den Leistungen der urhebenden SchriftstellerInnen zu stärken.

Zu den ersten Aktionen des Syndikats gehört der Button, der oben abgebildet ist und sich wachsender Beliebtheit erfreut. Auskunft über das Projekt erteilt auch die Website.

Bild: Das Syndikat



 

6 Kommentare

 
  1. Stefan

    Das Aufziehen einer Front zwischen den Kreativen und den Usern ist vor allem eine Propaganda der Verlage. Es sind nämlich die Verlage, die den Kreativen ihre Einnahmen aus ihren Arbeiten immer wieder verweigern. Jüngst hat der Springer Konzern, der der Autor des Blogs als Public Affairs-Mann angehört (und für den er hier laut PR macht) einen Riesengewinn von 289 Millionen Euro gefeiert und am selben Tag seinen Freien (der Mehrheit der Kreativen also) das Zeilenhonorar gekürzt.

     
     
  2. Nach der Piratenlogik ist die Pistole nichts Neues. Die Zeichen gab es vorher doch schon. Daher kann die Pistole doch auch keinen Schutz genießen oder etwa doch?
    Wenn ja, dann würde es doch bedeuten, dass das Urheberrecht funktioniert.
    Beim besten Willen, aber die ASCI Pistole im Impressum ist doch nicht der Kern der Aussage, funktioniert aber als Nebelkerze ganz hervorragend.
    Ich finde den Krimiautorentext sehr intelligent, deutlich besser als den der Tatortdrehbuchautoren.
    Es ist schade, dass die Diskussionen sich dann um so eine Pistole drehen, von der ich ganz stark davon ausgehe, dass die nicht einmal von dem Shop Betreiber stammt. Oder sehr stark inspiriert ist:
    http://www.asciiworld.com/-Guns-.html

     
     
  3.  
  4.  

Hinterlasse eine Antwort

Bitte füllen Sie die mit einem Stern markierten Felder aus.

*


8 − 7 =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>