ARD und ZDF brauchen keinen neuen Jugendkanal. Eine Antwort auf Peter Boudgoust



Der kluge und allseits geschätzte Peter Boudgoust ist zum Intendanten des Südwestrundfunks (SWR) wiedergewählt worden. Dazu herzlichen Glückwunsch. Gleich nach der Wahl gab er wichtige Ziele seiner zweiten Amtszeit kund. Dafür gebührt ihm Respekt. Jeder weiß nun, woran er ist. Neben manchem Notwendigen kündigte Boudgoust auch an, sich für einen neuen Jugendsender von ARD und ZDF einzusetzen. An dieser Stelle sollten Politik, Gebührenzahler und Öffentlichkeit dem Intendanten jedoch entgegen treten. Für einen weiteren öffentlich-rechtlichen Fernsehsender gibt es keinen Bedarf. Der ungezügelten Expansion von ARD und ZDF sollte endlich Einhalt geboten werden.

Schon heute sind die Öffentlich-Rechtlichen veritable Medienkonzerne, die ihre privaten Konkurrenten nach Umsatz, Mitarbeiterzahl und Produktionsvolumen in den Schatten stellen. Im Jahr 2010 kam die ARD laut jüngstem Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) auf rund 6,2 Milliarden Euro Umsatz und ist damit mehr als doppelt so groß wie etwa die Axel Springer AG oder Gruner+Jahr. Das ZDF setzte 2,06 Milliarden Euro um. Rechnet man das DeutschlandRadio mit 209,4 Millionen hinzu, kommen die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt auf 8,5 Milliarden Euro Umsatz. Kein privates Unternehmen macht allein im Inland mit Medien so viel Umsatz wie die öffentlich-rechtlichen Sender.

Der weitaus größte Anteil des Umsatzes – rund 87 Prozent – stammt aus Rundfunkgebühren. Seit der jüngsten Gebührenerhöhung vom 1. Januar 2009 beträgt diese Gebühr 17,98 Euro pro Monat, wovon 5,76 Euro auf die Grundgebühr und 12,22 auf die Fernsehgebühr entfallen. Zusätzlich zu den Gebühren nimmt die ARD 108 Millionen Euro aus Werbung und 37 Millionen aus Sponsoring ein; beim ZDF sind es 125 Millionen für Werbung und 26 Millionen für Sponsoring. Private Großkonzerne könnten im öffentlichen System gleich mehrfach aufgehen, mittelständische Unternehmen wie die meisten Zeitungsverlage würden mit ihrem Umsatz nur eine Rundungsdifferenz ausmachen. Auch das Wachstum bleibt nicht hinter dem ehrgeiziger privater Unternehmen zurück. Was für den Verleger der Abonnent ist, ist für den Intendanten der Gebührenzahler. Im Jahr 1954 betrug die Rundfunkgebühr umgerechnet noch 3,58 Euro im Monat, heute sind es fast 18 Euro.

Für dieses Geld schicken ARD und ZDF in ihren Hauptprogrammen rund eine halbe Million Programm-Minuten auf den Sender. Bei den Dritten Programmen der ARD sind es rund 4 Millionen Sendeminuten, bei den analogen Spartenkanälen inklusive Arte fast 1,9 Millionen und den Digitalkanälen 3 Millionen Minuten. Jeden 24-Stunden-Tag des Jahres beschicken ARD und ZDF mit 456 Programmstunden. Wer das alles sehen wollen würde, bräuchte 19 Leben, die er nebeneinander lebt und die er mit nichts anderem anfüllt als mit öffentlich-rechtlichem Fernsehen rund um die Uhr. Die Radiosender sind mit über 32 Millionen Minuten im Jahr auf Sendung. Das sind 1.400 Stunden am Tag; man bräuchte 60 parallele Leben, um dies alles wahrnehmen zu können.

Solche Leistungszahlen sind nur möglich durch die Sendervielfalt, die ARD und ZDF sich im Laufe der Jahre zusammen gemausert haben. Aktuell umfasst das Fernseh-Angebot von ARD und ZDF mehr als 20 Programme sowie 22 regionale Fensterangebote. Hinzu kommt der Hörfunk mit 98 Radio- und- Audiokanälen. Das Eröffnen immer neuer Sender treibt die Kosten. Während der private Unternehmer Kunden für sein Projekt gewinnen muss, schreibt der Intendant Projektpläne, oft reichen schon grobe Generalkonzepte auf wenigen Seiten, und gewinnt dafür seine Räte und Landespolitiker. Danach kommt die Finanzierung fast von allein. Ist das Projekt erst einmal beschlossen, überprüft die KEF lediglich den angemeldeten Finanzbedarf, aber nicht mit mehr die Sinnhaftigkeit des Vorhabens. Mit ein paar Abstrichen gibt die KEF den Kostenplan meist frei, teilt die Summe durch die Anzahl der Gebührenzahler und stellt so die Gebührenhöhe fest. Mit dem nächsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag wird die neue Gebühr dann Gesetz. Das Geld liegt förmlich auf der Straße. Eine kleine Gruppe von Insidern beschließt, was die Allgemeinheit zu bezahlen hat und welche neuen Spezialprojekte angeblich im Interesse der Öffentlichkeit liegen. Schon die Landesparlamente als Gesetzgeber haben keine andere Aufgabe, als die Kompromisse abzusegnen, welche die Ministerpräsidenten und die Chefs ihrer Staatskanzleien ausgehandelt haben.

Durch ihre Budget- und Projektfülle zählen ARD und ZDF zu den größten Arbeitgebern des deutschen Mediensektors. Allein die ARD hat 21.069 Stellen für feste und befristete Mitarbeiter zu besetzen, das ZDF 3.476 und das DeutschlandRadio 723. Rund 95 Prozent dieser Stellen sind tatsächlich besetzt. Wer in Deutschland Journalist werden möchte, dem stehen etwa gleich große berufliche Chancen in Privatverlagen und dem öffentlichen Rundfunksystem offen. Etwa die Hälfte des Berufsstands arbeitet bei ARD und ZDF – die beiden Konzerne haben sich seit Jahrzehnten tief in der Lebenswirklichkeit des Berufs verwurzelt. Ihre Bedeutung wird weiter in die Maße steigen, wie der Strukturwandel an den Budgets der privaten Medien nagt. Während Zeitungen und Zeitschriften unter dem Druck von Online-Wachstum und Finanzkrise Kosten kürzen mussten, in Krisenjahren mit 10 Prozent pro Jahr und mehr, können ARD und ZDF ihre Budgets sogar noch steigern. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat es keine so dramatische Wirtschaftskrise in Deutschland gegeben wie 2008/2009. Das Bruttosozialprodukt ging um fünf Prozent zurück. Dessen ungeachtet steigerte die ARD ihr Budget von 2008 auf 2009 um 2,6 Prozent, das ZDF gar um 6 Prozent und das DeutschlandRadio 3,6 Prozent. Darin steckt zwar eine Erhöhung für mehrere Jahre, dennoch hätte es kein anderes Medienunternehmen gewagt, eine derart antizyklische Kostenpolitik zu fahren.

Doch selbst, wenn man die Kritik an der bisherigen Größe von ARD und ZDF nicht gelten lassen wollte, müsste man am Boudgoust-Plan zweierlei kritisieren: Erstens könnten ARD und ZDF gutes Jugendfernsehen schon auf den heutigen Programmen und mit den heutigen Mitteln veranstalten, wenn sie es nur wollten. Und zweitens zeichnet Boudgoust ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit, indem er die privaten Sender als Gift für die Jugend darstellt. In Wahrheit sind es vor allem ARD und ZDF, die junges Publikum während der einschlägigen Sendezeiten mit süßem Kitsch zukleistern.

In der offiziellen Pressemitteilung des SWR wird Peter Boudgousts Rede wie folgt zusammen gefasst:

Als zentrale Ziele für diese zweite Amtszeit nannte Boudgoust, sich verstärkt für einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal zusammen mit dem ZDF einzusetzen, die SWR-Strukturen zu straffen und im SWR Fernsehen einen Experimentierplatz einzurichten. In einer zunehmend entsolidarisierten und von Egoismen geprägten Gesellschaft bilde der SWR einen starken Gegenpol. „Mit unseren Programmen bringen wir Menschen zusammen. Eben nicht mit klebrigen Süßstoff-Lockmitteln, sondern mit relevanten Angeboten zu relevanten Themen. Wir setzen auf Partnerschaft mit unseren Nutzern, geben Halt und Orientierung“, so Boudgoust. (…) In treibe vor allem die Sorge um, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine ganze Altersgruppe dem Trash-Fernsehen und den Krawall-Shows der kommerziellen Programmanbieter überlasse. Boudgoust: „Wir müssen mithelfen, dass gerade junge Menschen aus allen Schichten ankommen in dieser Gesellschaft, dass sie sich nicht an falschen Erfolgsmustern orientieren. Deshalb braucht diese Gesellschaft einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal.“ Der SWR arbeite bereits konkret an dieser Idee. Hörfunkdirektor und Fernsehdirektor hätten gemeinsam ein Entwicklungslabor aufgebaut, das neue Programmideen für Jugendliche in den Digitalkanal EinsPlus und bei DASDING.de einbringe. Boudgoust: „Wir haben bereits marktreife Produkte, wenn die Entscheidung für einen Jugendkanal gefallen sein wird. Allerdings: Allein wird die ARD das finanziell nicht schaffen. Gemeinsam mit dem ZDF wäre ein Jugendkanal morgen möglich. Hier will ich persönlich zu einem Ergebnis kommen in einer zweiten Amtszeit.“

„Klebrige Süßstoff-Lockmittel“ stellt Boudgoust also bei den Privaten fest, es fehle an „Angeboten zu relevanten Themen.“ Aha! Schauen wir einmal, was Das Erste zu der Zeit, als Boudgoust sprach, also am Nachmittag und Vorabend des 10. Juni 2011, dem jugendlichen Publikum angeboten hat:

14:10 Uhr Rote Rosen, Folge 1051
Inhalt laut ARD-Website: Während Henriette noch operiert wird, hat Katja sich entschlossen, Philipp endgültig für seine Frau freizugeben. Es schmerzt sie sehr, aber sie möchte sich nicht dazwischendrängen, wenn er sich nach der OP um Henriette kümmert und dabei seine Liebe zu ihr neu entdeckt. Johanna hat sich nun doch für einen Auftritt zum Claire-Waldoff-Revival beim Atelierfest überreden lassen, aber die Enttäuschung ist groß, als Katja das Event überraschend absagt. Falk arbeitet weiter daran, Gunter als Strohmann für sein Casinoprojekt zu gewinnen, doch der macht ihm klar, dass er keinerlei Interesse an einer Zusammenarbeit hat. Das will Falk nicht so einfach hinnehmen. Carla steckt in den Vorbereitungen für einen Luxus-Lunch und hat dafür sündhaft teure Meeresfrüchte liefern lassen. Umso größer ist der Schock, als am nächsten Tag die gesamte Ware verdorben ist. Die Tür des Kühlhauses stand offen! Ist Carla doch als Chefköchin überfordert? Ben hat sich entschlossen, in Lüneburg zu bleiben. Ausgerechnet Brittas Klinik sucht einen Elektriker.

Wir lernen: Die zentralen Probleme der Jugend, die von der ARD mutig aufgegriffen und in das Licht der Öffentlichkeit gebracht werden, lauten: Ehebruch, Eventmanagement, Gewinnung von Strohmännern für ein Spielcasino, Luxus-Lunch, sündhaft teure Meeresfrüchte, verdorbene Lebensmittel in versehentlich offen gelassenen Kühlhäusern.

15:10 Uhr Sturm der Liebe, Folge 1319
Inhalt laut ARD-Website: Markus wird bitter enttäuscht. Sibylle reist nicht ab. André hört Lena nicht. Alfons spielt Gustl. Eva will nicht, wie von Barbara erwartet, die Kinderbuchpräsentation zu einer Werbeveranstaltung für den “Fürstenhof” machen. Um Evas Wünsche zu erfüllen, geht Markus auf Robert zu und bittet ihn, die Veranstaltung im Bistro auszurichten. Die Präsentation wird ein voller Erfolg. In ihrer Rede dankt Eva schließlich einem ganz besonderen Menschen für seine Unterstützung. Bewegt will Markus schon nach vorne gehen. Sibylle rettet Jacob das Leben, leider verliert sie dabei Andrés Angel und den Killerwels. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt – bis die beiden unverhofft Zwicks tot geglaubten Hund im Gebüsch finden. Überglücklich zahlt Zwick ihnen die Belohnung und Sibylle begleicht damit ihre Schulden und kündigt. Sibylle könnte nun abreisen, aber Jacob überredet sie zu bleiben. André fühlt sich von Lena veräppelt: Warum führt sie ihn mit einem Blinddate vor? Betroffen gesteht Lena ihm ihre keimenden Gefühle. Leider hört André sie nicht, weil er durch Stöpsel Musik auf den Ohren hat. Während sich Alfons als Gustl ausgibt, um Käthe zu verkuppeln, versöhnen sich Tanja und Nils wieder: Sie proben für Fabien eine Clownnummer und kommen sich dabei näher.

Wir lernen: Mit den Mitteln der Konfrontationspädagogik führt die ARD ihre jugendlichen Zuschauer behutsam und kritisch an das Genre der Groschenromane heran, um Medienkompetenz zu stärken und mündige Verbraucher heran zu ziehen.

17:15 Brisant
Diesmal unter anderem mit folgenden Themen: ARD-Beachvolleyball Starcup 2011. Drei tote Männer nach Eifersuchtsdrama in Lörrach. Zwanzigjährige als Geisel in Haßmersheim.

Wir lernen: Gewalt beherrscht unsere Gesellschaft. Die ARD bereitet das Thema behutsam für Jugendseelen auf und nährt gesunde Vorsicht vor Fremden, ohne sich den Versuchungen der boulevardesken Zuspitzung hinzugeben.

18:00 Uhr Verbotene Liebe, Folge 3856
Inhalt laut ARD-Website: Ludwig ist kurz davor, in Ansgars und Sebastians Falle zu tappen, als Tristans Intervention ihn im letzten Moment davon abhält. Ludwig ist tief enttäuscht von Sebastian und der alte Vater-Sohn-Konflikt bricht mit aller Wucht auf. Trotz dieses emotionalen Rückschlags will Ludwig jedoch nicht aufgeben. Ansgar offenbart ungewollt, wie wichtig ihm der Erhalt des Familienunternehmens ist und bringt Ludwig damit auf eine Idee, Ansgar mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Tanja ist überrascht, als ihr Sebastian einen überaus nüchternen Heiratsantrag macht. Ihre ungewohnten Gefühle machen es ihr unmöglich, wie sonst beherrscht und kalkuliert zu agieren. Nach seinem Scheitern bei Ludwig, nimmt Sebastian ihr die Entscheidung ab, denn er geht davon aus, dass Tanja ihn ohnehin nicht heiraten wird. Helena lässt sich mit gemischten Gefühlen darauf ein, dass Andi zu ihr aufs Schloss zieht, um Jessica aus dem Weg zu gehen. Doch ihre Befürchtungen bestätigen sich nicht. Ganz im Gegenteil. Helena ist froh, nach der herben Enttäuschung über Sebastians Verrat Andi an ihrer Seite zu haben. Und die beiden fühlen sich einander verbunden und nah wie lange nicht mehr.

Wir lernen: Auch nach vier Stunden Herz-und-Schmerz ist das Bedürfnis der Jugend nach „Halt und Orientierung“ (Peter Boudgoust) nicht erschöpft. Nur die ARD ist in der Lage, „eine ganze Altersgruppe vom Trash-Fernsehen der kommerziellen Programmanbieter“ fernzuhalten.

18:25 Marienhof, Folge 4051
Inhalt laut ARD-Webseite: Marlon und Toni durchschauen Constanze. Lee fühlt sich von Marlon im Stich gelassen. Inge träumt von einem eigenen Blumenladen. Dino verteidigt Constanze vor Toni. Die kann sich das nur damit erklären, dass ihr Bruder echte Gefühle für Constanze hat. Marlon vermutet, Constanze hat den anonymen Brief geschrieben, um Dino und seine Familie auseinander zu treiben. Marlon will sich fortan Lee entziehen und drückt sie mehrfach auf dem Handy weg. Aber Lee entdeckt Marlon im „Daily’s“ und beschwert sich: Natürlich ist Marlon ihr keine Rechenschaft schuldig, aber er hatte versprochen das Bett zu reparieren. Inge gesteht sich ein, dass sie am liebsten wieder einen Blumenladen hätte. Doch die Chancen, sich diesen Traum zu erfüllen sind gleich Null, da Inge nicht weiß, wo sie das nötige Startkapital herbekommen soll. Sie probiert es mit Glücks-Losen.

Wir lernen: Wenn die Gründung eines eigenen Unternehmens nicht sofort funktioniert, sollte der junge Deutsche sich dem Verkauf von Glückslosen zuwenden. Peter Boudgoust hat dazu treffend bemerkt: „Wir müssen mithelfen, dass gerade junge Menschen aus allen Schichten ankommen in dieser Gesellschaft, dass sie sich nicht an falschen Erfolgsmustern orientieren.“ Recht so! Es wäre ein falsches Erfolgsmuster, dem irrigen Traum vom eigenen Blumenladen weiter nachzuhängen. Gerade angesichts des staatlichen Glücksspiel- und Wettmonopols ist der junge Staatsbürger besser beraten, staatliche Spielscheine zu verkaufen, als den Versuchungen der Kommerzwirtschaft zu erliegen.

Ironie beiseite: Die ARD braucht keinen Jugendsender. Sie sollte stattdessen die für „klebrige Süßstoff-Lockmittel“ zwischen 14 und 20 Uhr verschwendete Zeit – immerhin sechs Stunden Programm an jedem Tag – dafür nutzen, intelligentes Jugendprogramm zu veranstalten. Peter Boudgousts Kritik an den privaten TV-Sendern ist angesichts der Fehlleistungen der ARD weder angebracht noch gerechtfertigt.

Ein erster Schritt für Peter Boudgousts zweite Amtszeit könnte darin bestehen, zu Hause beim SWR aufzuräumen, bevor er neue Sender startet. Während er von seinen Räten sprach und die Wiederwahl entgegen nahm, sendete der SWR folgendes Programm:

10:15 Uhr In aller Freundschaft
11:00 Uhr Sturm der Liebe
12:40 Uhr Rote Rosen
13:30 Uhr Unter weißen Segeln – Kompass der Liebe

„Klebrige Süßstoff-Lockmittel“ wohin das Auge schaut.

Und noch eines sei gesagt: Das ZDF hat der Politik seinen neuen Sender ZDFNeo als intelligentes Jugendprogramm verkauft. Erst kürzlich sagte Intendant Markus Schächter:

„Der junge Digitalsender ZDFneo erfreut sich bester Gesundheit. Schon nach einem Jahr hat sich ZDFneo zu einem auffälligen Innovationsmotor im deutschen Fernsehen entwickelt.”

Es handelt sich also schon um einen „jungen Digitalsender“. Wozu dann noch einen?

Mit ZDFKultur gibt es einen weiteren öffentlichen Sender für junge Leute. Bei der Vorstellung des Projekts hatte Markus Schächter gesagt:

“Mit dem neuen Angebot setzt das ZDF auf einen modernen Kulturbegriff, der die unnatürliche Trennung von Hochkultur und vermeintlich weniger anspruchsvoller Popkultur aufhebt. Der digitale Spartenkanal soll die Zugangsbarrieren zu kulturellen Inhalten abbauen und jüngere Zuschauer stärker an kulturelle Inhalte heranführen. Popkultur haben heute in Deutschland keine audiovisuelle Heimat. Diese Lücke wird mit ZDFkultur geschlossen. Musik, die Darstellenden Künste, Filmkultur, Netzkultur und Gaming werden mit ZDFkultur zu einem neuartigen Gesamtangebot vereint, das es so in der Medienlandschaft bisher nicht gibt. Zum Kern von ZDFkultur gehören auch künftig Theater und Oper in aufregenden modernen Inszenierungen, Aufzeichnungen aus den großen Konzerthäusern und von Popfestivals sowie Themenabende zu kulturellen Gegenständen. Der Begriff des Spiels wird im Programm durchdekliniert, vom Theaterspiel bis hin zum Computerspiel. Das Spielerische als Kulturform, nicht ausschließlich das Intellektuelle, macht den Markenkern von ZDFkultur aus.”

Kurzum: Es gibt schon zwei junge öffentliche Fernsehsender. Außerdem könnten Das Erste und alle Dritten mehr intelligentes Programm für junge Leute veranstalten.

Die Politik sollte den Boudgoust-Plan daher unbedingt vereiteln.

 



 

62 Kommentare

 
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