Ein Blick auf den neuen iKiosk und MyEdition



Startseite des iKiosk.
Neues Layout, neue Funktionen, neue Titel

Am Freitag hat Axel Springer bei seinem jährlichen Adventstreffen mit Journalisten den überarbeiteten iKiosk und einen Closed-Beta-Test des neuen Tablet-Aggregators MyEdition vorgestellt. Für alle, die nicht dabei gewesen sind, hier einige Screenshots und die wichtigsten Fakten. Man sieht: Verlage sind durchaus aktiv beim Erschließen neuer Vertriebswege und Geschäftsmodelle.

Zunächst zum iKiosk, der seit dem Start des iPads in Deutschland im AppStore erhältlich ist. Er zählt 2011 zu den umsatzstärksten Apps, obwohl er bisher nur Titel von Axel Springer angeboten hat. Seit heute gibt es die neue Version des iKiosk, und in ihr sind über 100 Titel von Zeitungen und Zeitschriften enthalten. Die Auswahl wird zügig weiter ausgebaut, aber es bleibt dabei, dass es nur PDFs in diesem Kiosk geben wird und nur Periodika.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass es dafür einen lebendigen Markt gibt. Unser iKiosk soll ein Spezialist bleiben, der seine Sache richtig gut macht: den Leserinnen und Lesern schnellen und bequemen Zugang zu ihren Lieblingsblättern zu verschaffen. Selbstverständlich sind alle Rechte geklärt. Die App ist kostenlos, die Inhalte kosten Geld. Die beteiligten Verlage zahlen 10 Prozent des Umsatzes für unseren Service; außerdem leiten wir die AppStore-Provision von derzeit 30 Prozent durch. In der Summe zahlen Verlage also 40 Prozent als Provisionen und behalten 60 Prozent für sich selbst. (In der Web-Version des iKiosk entfällt der Apple-Anteil, dafür beträgt die iKiosk-Provision 20 Prozent. Verlage behalten dort also 80 Prozent).

So sieht die Startseite der neuen iKiosk-App im Hochformat aus:

Über der Titelauswahl steht Werbung, die an unsere Vertriebspartner sowie an hausinterne Kunden verkauft wird, damit sie dort auf ihre neuen Ausgaben hinweisen können. Darunter erscheinen Thumbnails der Zeitungen und Zeitschriften. Sie sind nach Umsatzstärke sortiert, so wie die Apps im AppStore. Die Hitliste wird jede Stunde neu berechnet. Man rollt die Titelleisten einfach mit dem Finger nach rechts und links.

Per Knopfdruck gelangt man auf eine Kategorienliste für schnellen Zugriff auf persönliche Favoriten. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um den iKiosk auch mit noch mehr Titeln übersichtlich zu halten. So sieht die Kategoriendarstellung aus:

Klickt man einen Titel an, erscheint der Preis. Gekauft und gelesen wird innerhalb der App. Den Preis und die Angebotsformen wählt der jeweilige Verlag aus. Im Fall der taz ist es zur Zeit der Verkauf von Einzelausgaben für 79 Cent:

Ähnlich wie an einem echten Kiosk können die Leser blättern, bevor sie kaufen. Dafür drücken Sie einfach auf den Knopf „Vorschau“. Wie viele Seiten für die kostenlose Vorschau frei geschaltet sind, legt jeder Verlag selbst fest:

Bei der Welt am Sonntag Kompakt gibt es derzeit ein Probeabo, Einzelausgaben, Monats-, Dreimonats- und Jahresabos im Angebot. Ja – der iKiosk unterstützt Probeabos!

Der Reader innerhalb der App läuft sehr flüssig. Und die Ladegeschwindigkeit der Seiten ist hoch. So macht das Lesen auf dem iPad richtig Freude.

Nun zum Tablet-Aggregator MyEdition. Am Closed-Beta-Test können 500 Leute teilnehmen. Zur Anmeldung geht es hier entlang. Anders als zum Beispiel bei Flipboard braucht man kein großes soziales Netzwerk bei Facebook oder Twitter, um den Aggregator zum Leben zu erwecken. Stark vernetzte Leute stellen in Deutschland immer noch eine Minderheit dar. Eine große Mehrheit ist entweder nur bei Facebook oder bei Twitter oder bei keinem von beidem. Diese Mehrheit kann Tablet-Aggregatoren wie Flipboard heute nicht sinnvoll nutzen, und sie hat auch keine Lust, extra dafür eine großes soziales Netzwerk aufzubauen. MyEdition beseitigt eine wichtige Hürde, indem die App völlig ohne jede Facebook- und Twitter-Anbindung funktioniert. Wer kuratiert die Inhalte? Es sind nicht die Netzwerkfreunde, sondern die Redaktionen des eigenen Vertrauens. Auf der Startseite wählt man sie aus:

Derzeit stehen nur Axel Springer-Titel zur Wahl, doch wenn der Beta-Test gut verläuft, ist es durchaus denkbar, den Kreis ähnlich wie beim iKiosk zu erweitern. Selbstverständlich wird MyEdition nur mit geklärten Rechten arbeiten und den Eigentümern Geld bezahlen.

Nach der Titelauswahl kommt man zur Themenauswahl. Hier stellt man seine Interessensgebiete ein. Die Liste kann man selbst erweitern:

Sind diese Einstellungen erledigt, erscheint die Artikelübersicht. Zur nächsten Seite wischt man einfach mit dem Finger:

Ein Klick auf einen Text führt zur Artikelansicht, die so aussieht:

MyEdition greift anders als der iKiosk nicht auf die statischen PDF-Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften, sondern auf die dynamischen Inhalte von Webseiten zu. Damit ist das Angebot stets hoch aktuell. Attraktiv ist das nicht nur für Leute ohne Facebook und Twitter. Auch voll vernetzte Leser kommen auf ihre Kosten, denn was in den sozialen Netzwerken getweetet und gepostet wurde, stellt immer nur eine Untermenge der Nachrichtenlage dar. Mit MyEdition bekommt man einen vollständigeren Überblick.

Eine Entscheidung über die Markteinführung von MyEdition ist noch nicht gefällt. Falls die App auf den offenen Markt kommen sollte, wird sie auf jeden Fall mit einem Paid Content-Geschäftsmodell erscheinen.

 

6 Kommentare

 
  1. Light office application (word processing, spreadsheet, etc).
    The i – Pad itself is fast becoming one of the best sellers of 2010, with many tech guru’s
    showing off there latest i – Pad units via You – Tube and showing the
    world the wonders that this neat device can bring. The tablet comes with a
    25 W hour rechargeable battery that has the benefit of being polymer based, and
    can provide up to 10 hours of useful constant use.

     
     

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